Die Triumph TR Roadster

Die Triumph-Roadster der TR Serie bieten das pure, urbritische Sportwagen-Feeling!

Bei uns im Display… die mittlere der drei Triumph-Sportwagen-Linien – vom Triumph TR 3 bis zum Triumph TR 8. 

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Ein Triumph TR 3 im zünftigen English Racing Green – Briten-Treffen in Steinhude am Meer

Das war das absolute Sportwagen-Vergnügen der 1950er- bis 1980er-Jahre … die Triumph-Roadster der TR-Serie!

Obwohl die Produktion der Triumph Roadster bereits 1981, also vor fast vierzig Jahren, eingestellt wurde, zählen sie heute noch zu den beliebtesten Oldtimer-Sportwagen von den britischen Inseln und sind – gut gepflegt und restauriert – häufig noch auf zahlreichen Oldtimer-Veranstaltungen, wie beispielsweise dem jährlichen Briten-Treffen in Steinhude am Meer anzutreffen.

Das unvergleichliche Lebensgefühl der Mischung aus aufregendem Design, geringem Gewicht, ‚knochiger‘ Strassenlage und guter Motorleistung ist noch heute Anspruch und Vorbild zugleich für viele offene Zweisitzer, die heutzutage wieder von einigen wenigen Herstellern erfolgreich angeboten werden.

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Die Seiten-Ansicht des Triumph TR 3 mit Stoffmütze und Speichenrädern im English Racing Green

Triumph-Roadster – satte Britische Export-Erfolge nach ganz Westeuropa und in den Vereinigten Staaten.

Von Triumph wurde die TR-Baureihe als Pendant zu den erfolgreichen Austins A 100 und MGs entwickelt.

Der größte Teil der Triumph-Roadster-Produktion ging dann traditionell in die sportwagenbegeisterte USA, wobei die dortigen Käufer dem Hersteller diverse Sonderausführungen mit z. B. härterer Federung abtrotzten, bzw. die amerikanischen Behörden Versionen mit Änderungen am Motor wegen schärferer Abgas-Verordnungen erzwangen.

Teils sind auch Triumph-Roadster der US-Ausführungen mittlerweile auch bei uns in Deutschland aufgetaucht, wo es traditionell ebenfalls eine bedeutende Gemeinde von Enthusiasten für britische Roadster gibt.

Dieser kleine Beitrag mit seinen exklusiven Fotos beschäftigt sich auschliesslich mit den Triumph-Roadstern der Serien Triumph TR 3 bis Triumph TR 8 des Zeitraums von 1955 bis zum bitteren Ende im Jahre 1981.

Neben diesen stets weiterentwickelten Roadstern, fertigte Triumph auch noch den kleineren Roadster namens Triumph Spitfire mit der Coupé-Version GT 6 sowie den Luxus-Zweisitzer, das Triumph Shag ‚Sicherheits-Cabriolet‘. Reportagen über diese spannenden Fahrzeuge haben wir bereits gesondert veröffentlicht – klicken Sie bitte auf die Links weiter unten – oder befinden sich noch unserer der Artikel-Pipeline.

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Ein Blick in den Motorraum des Triumph TR 3 – der 2-Liter-Vierzylinder mit SU-Vergasern und 100 PS Leistung

Very British… unsere aufregende Foto-Parade der Triumph TR Roadster… vom Triumph TR 3 bis zum Triumph TR 8.

Die Vorgänger-Version Triumph TR 2, aus dem Prototypen Triumph TR 1 entwickelt, und von 1953 bis 1955 produziert, ist uns bislang leider noch nicht vor die Linse unserer neugierigen Kamera gefahren.

Wir haben aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dieses wegweisende Sportwagen-Modell auf einem Oldtimer-Treffens oder bei dem Besuch eines Automuseums doch noch mit unserer neugierigen Kamera zu erwischen. Im Fall des Falles werden Fotos und Beschreibung nachgeliefert. Versprochen!

Triumph TR 3 und 3 A – Baujahre 1955 bis 1962

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Am Hafen von Kappeln an der Schlei mit der Kamera erwischt… ein Triumph TR 3 A, natürlich in Racing Green

Mit der Vorstellung des Triumph TR 3 im September 1955 begann dann endgültig die Erfolgsgeschichte der Triumph TR-Modellreihe und wir finden, dass dieser kleine Sportwagen-Oldtimer auch heute noch so richtig knuffig aussieht.

Wegen der weit ausgeschnittenen Türen hat der Fahrer des TR 3 fast das Gefühl, vom Fahrtwind umbraust im Freien zu sitzen. Besonders nach dem noch 1955 erfolgten Facelift mit verbreitertem Kühlergrill, liebevoll ‚Dollar Grin‘ genannt – hier als Triumph TR 3 A vorgestellt  – stieg die Beliebtheit dieses kleinen Triumph-Roadsters deutlich an.

Technik die Maßstäbe setzte und heute noch begeistert …ein kleiner Steckbrief des Triumph TR 3

  • Fahrgestell Triumph TR 3 – Kastenrahmen mit Kreuzverstrebung, zweifachen Dreieckslenkern vorn sowie starrer Achse an Blattfedern hinten
  • Maße – Länge 3, 835 m – Breite 1,410 m – Höhe 1,270 m
  • Radstand 2,238 m – Leergewicht 902 kg
  • Erstmals in einem Großserien-Fahrzeug… Scheibenbremsen vorn des Herstellers Girling
  • 1991 ccm Vierzylinder-Reihenmotor, anfangs 95 und ab 1956 mit dem ‚High Port‘-Zylinderkopf dann 100 PS
  • Max. Drehmoment – 160 Nm bei 3000/min
  • Bereifung – 165 SR 15 oder 185-70 R 15
  • Höchstgeschwindigkeit ca. 175 kmh – Beschleunigung auf 60 mph bzw 96 Kmh in 12,5 s
  • Durchschnittsverbrauch – ca. 10–12 Liter Benzin/100 km.

Türgriffe aussen und ein abschließbares Handschuhfach gab es erst mit dem Triumph TR 3 A. Weil die meisten dieser Wagen in die USA exportiert wurden, steht das A für Amerika, war aber nie eine offizielle Triumph-Bezeichnung.

Triumph TR 4 – Baujahre 1961 bis 1965

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Ein perfekt gepflegter Triumph TR 4 auf der Veranstaltung ‚Fra Damp til Diesel‘ in Maribo, Dänemark

Im genial gestylten Sportwagen-Kleid des italienischen Automobil-Designers Giovanni Michelotti, kam dieses Triumph-Modell 1961 auf den internationalen Markt. Gegenüber der Vorgänger-Ausführung wurde das Fahrwerk nur geringfügig verändert und der Hubraum auf knapp 2,2 Liter vergrößert.

Die Höchstgeschwindigkeit des Triumph TR 4 betrug für die damalige Zeit respektable 177 kmh.

Triumph TR 5 mit Sechszylinder-Motor – Baujahre 1967 und 1968

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Der Triumph TR 5 besass gegenüber dem Triumph TR 4 ein nur geringfügig geändertes Exterieur

Optisch entsprach der Triumph TR 5 Petrol Injection in etwa dem TR 4, den etwas verkleinerten Kühlergrill, die seitliche Zierleisten mit integrierter Blinkereinheit sowie die hintere Einzelradaufhängung besass auch schon die letzte Triumph TR 4 Ausführung TR 4 A.

Die größte Neuerung beiim Triumph TR 5 PI war unter der Motorhaube zu finden – ein 2,5 Liter Reihen-Sechszylinder mit mechanischer Saugrohr-Einspritzung von Lucas und immerhin 143 PS.

Eine Beschleunigung von 8,1 sec von 0 auf 100 kmh sowie eine erreichbare Spitzengeschwindigkeit von 189 kmh sprachen für sich.

Triumph TR 250, die US-Ausführung des Triumph TR 5

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Triumph TR 250 – eine der speziellen Ausführungen für den Export in die Vereinigten Staaten

Die verschärften Abgasvorschriften der Vereinigten Staaten von Amerika konnte die Saugrohr-Einspritzanlage des Triumph TR 5 nicht schaffen, so wurde für diesen wichtigen Absatzmarkt der TR 5 als Triumph TR 250 mit zwei Stromberg-Vergasern und verringerter Leistung ( 105 gegen 143 PS ) verkauft.

Trotz der schwächeren Leistung beschleunigte der TR 250 immerhin in 10,6 sec auf 100 kmh. Seine Höchstgeschwindigkeit betrug 172 kmh.

Triumph TR 6 – Baujahre 1968 bis 1976 

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Triumph TR 6 im Doppelpack – Prinz-Heinrich-Fahrt, Museumshafen Eckernförde

Der Triumph TR 6 war – wenn man so will – der letzte klassische Roadster in dieser TR-Reihe – über den aus unserer Sicht mit seiner überzogenen Keilform nicht besonders gelungenen Triumph TR 7 möchte wir nicht so gerne reden, wir zeigen ihn aber weiter unten!

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Edel, edel und very British… das Cockpit des Triumph TR 6 – Baujahre 1968 bis 1976

Die urbritisch ausssehende Karosserie dieses  Zweisitzers TR 6 wurde allerdings in  Deutschland, und zwar von Karmann in Osnabrück, gekonnt und in richtig knackigen, aber glatteren Roadster-Proportionen gezeichnet und von 1968 bis 1976 bei Triumph produziert.

Die Motorisierung in Europa entsprach mit dem 143 PS 2,5 l Saugrohreinspritzer dem des Triumph TR 5, so hiess das Fahrzeug korrekt Triumph TR 6 PI… für Petrol Injection.

Das Fahrwerk des Triumph TR 6 basierte von der Grundkonzeption noch auf dem des Triumph TR 4, der leistungsstarke 2,5 Liter Reihen-Sechszylinder-Motor wurde vom Triumph TR 5 übernommen.

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Ein Triumph TR 6 Sportwagen als ‚König der Nacht‘ – Blue Hour in Steinhude, Lower-Sxony

Mit Schirm, Charme und Melone – ein kleiner Technik-Steckbrief des Triumph TR 6:

  • Triumph TR 6 – Design Karmann, Osnabrück
  • Einzelradaufhängung mit Trapez-Dreiecksquerlenkern, Schraubenfedern – vorn
  • Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern – hinten
  • Scheibenbremsen vorn – Trommelbremsen hinten
  • Motor Sechszylinder-Reihe, vorn längs – Hubraum 2.467 ccm
  • Leistung, Europa  143 PS, ab 1973 auf 123 PS gedrosselt – USA zwischen 98 und 106 PS
  • Triumph TR 6 PI in Europa mit mechanischer Lucas-Saugrohreinspritzung
  • Triumph TR 6 in den USA – Doppelvergaser
  • 4-Gang-Schaltgetriebe, optional mit Overdrive
  • Länge 4.037 mm – Breite 1.473 mm – Höhe 1.270 mm
  • Radstand – 2.235 mm
  • Leergewicht – 1.030 kg
  • Beschleunigung 0-100 kmh – 10,2 s
  • Verbrauch/100 km – ca. 10 Liter Super
  • Stückzahl – von 1968 bis 1976 produzierte  Triumph 96.619 TR 6

Mit seiner simplen, robusten Technik und seinem guten Platzangebot ist der Triumph TR 6 – speziell in der Vergaser-Ausführung – auch heute noch voll alltagstauglich und sieht dabei echt gut aus!

Auch ist der Triumph TR 6 als Oldtimer vergleichsweise günstig in der Anschaffung bei einer ordentlichen Ersatzteil-Lage.

‚Väterchen‘ Rost kann – wie bei vielen anderen Oldtimern der 1960er- und 1970er-Jahre auch – allerdings zum Problem werden.

Triumph TR 7 – September 1975 bis Oktober 1981

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Der Triumph TR 7 wurde zuerst ausschliesslich als Coupé angeboten – Bremen Classic Motorshow

Nicht nur die damals ungewöhnliche Keilform des TR 7 wurde von der potentiellen Triumph-Kundschaft skeptisch beäugt, sondern auch die Tatsache, dass der Wagen zuerst ausschliesslich als Coupe geliefert wurde, sorgte für Irritationen.

Immerhin wurde er eigens für die verschärften Sicherheitsbedingungen im Hauptabsatzmarkt USA völlig neu konstruiert. Hergestellt wurde der Triumph TR 7 von September 1975 bis Oktober 1981 mit einem Zweiliter-Vierzylinder und einer Leistung von 106 PS, aber erst ab 1979 auch als zusätzliche Roadster-Variante.

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Ein Triumph TR 7 Roadster beim jährlichen Britentreffen im Scheunenviertel von Steinhude am Meer

Und hier kommt er, der Triumph TR 7 Roadster, auf dem traditionellen Britentreffen im historischen Scheunenviertel von Steinhude haben wir ihn Ende August 2015 endlich mit unserer Kamera ‚erwischt‘.

Auch wenn die Keilform damals so richtig in Mode kam und auch heute noch von Auto-Designern in milder Form angewandt wird, formal besonders gelungen finden wir den TR 7 immer noch nicht, auch wenn er jetzt schon ein Oldie ist.

Insgesamt verkaufte Triumph vom Modell TR 7 bis zur Produktionseinstellung im Oktober 1981 über 112.000 Exemplare, davon etwa 28.000 Roadster – ein schöner Erfolg!

Triumph TR 8 – Baujahre 1980 und 1981

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Ein Triumph Roadster TR 8 mit 3,5 Liter Rver Achtzylinder-Motor – Bremen Classic Motorshow

Von der Karosserie entsprach der Triumph TR 8 dem Triumph TR 7, er war allerdings mit dem Rover 3,5-Liter Achtzylinder-Motor von 100 Kw ( 136 PS ) bestückt. Der TR 8 wurde knapp 2.800 mal verkauft und zwar ausschliesslich auf dem amerikanischen Markt in den Jahren 1980 und 1981.

Anfang 2010 waren in Deutschland noch 128 Triumph TR 7 und TR 8 zugelassen – als edle Oldtimer.

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Eine kleine Triumph ‚Roadster-Familie‘ am Museumshafen in Eckernförde – Triumph TR 6, TR 3 A, TR 5

Ein kleiner Ausflug in die Geschichte der Triumph-Roadster und ihrer Hersteller:

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1902
– Gründung der Triumph Cycle Company in Coventry durch den deutschstämmigen Siegfried Bettmann und Beginn der Motorrad-Produktion.

1923 – das erste Triumph-Automobil wird vorgestellt, der Triumph 10/20 mit 1393-ccm-Motor.

1927  bis 1934 – Fertigung des Triumph Super Seven in den Karosserie-Versionen Roadster, Tourenwagen, Limousine, Coupé, Landaulet – eines der erfolgreichsten englischen Autos der damaligen Zeit.

1930 – Namensänderung des Unternehmens in Triumph Motor Company

1939 – Konkurs der Triumph Motor Company, Verkauf an Thomas Ward & Co. of Sheffield

1944 – Verkauf der Namensrechte von Triumph an die Standard Motor Company

1960 –
Übernahme von Triumph durch den LKW-Hersteller Leyland

1968 – Fusion der Leyland Motors mit Austin, Austin-Healey, Morris,  MG, Rover, Jaguar, Daimler, Coventry Climax, Riley, Vanden Plas und Wolseley zur British Leyland Motor Corporation. Wegen des miserablen Managements der Firma sprachen damals böse Zungen nicht ganz zu Unrecht auch von… British Elend!

1984 – Produktionsende von Automobilen unter dem Namen Triumph

1988 – Verkauf der verbliebenen Pkw-Sparte der British Leyland Motor Corporation an die British Aerospace und Umfirmierung in Rover Group.

Die Markenrechte für Triumph liegen seit 1994 beim deutschen Unternemen BMW, den Bayerischen Motor Werken in München.

Oldtimer-Fans aufgepasst – weitere erstklassige Fotos von Triumph-Oldtimern gefällig?

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Wir würden uns freuen, wenn wir mit den Aufnahmen dieses Beitrages über die Triumph TR-Serie hier auf Edle-Oldtimer.de Ihren Foto-Geschmack getroffen haben. Wir versuchen nämlich stets, aus unseren automobilen Motiven möglichst besonders originelle Ansichten heraus ‚zu kitzeln‘.

Unsere ausführliche Reportage über die breite Palette der jemals von Triumph in England produzierten Sportwagen mit einer faszinierenden Fotogalerie haben wir auf unserer beliebten Reisefoto- und Technik-Website Globetrotter-Fotos.de unter

in noch höherer Auflösung und deutlich grösserer Abbildung veröffentlicht.

Dort erleben Sie neben weiteren Fotos der hier beschriebenen Triumph TR-Modelle auch feine Aufnahmen der kleineren Triumph-Roadster-Baureihe  Triumph Spitfire und das Sportcoupé Triumph GT 6 sowie vom höher angesiedelten Edel-Roadster Triumph Stag, der damals auch den Mercedes-SL Modellen Konkurrenz machen sollte.

Folgende Reportagen über Sportwagen-Oldtimer von Triumph bieten wir hier auf Edle-Oldtimer.de sowie ergänzend auch auf unserem Blog edel-oldies von Motor-Talk.de:

und

Ein ausführliches Porträt der kleinen Triumph-Modelle Spitfire und Triumph GT 6 befindet sich noch in unserer ‚Pipeline‘.

Our British Vintage Car Photo-Collections – erstklassige Foto-Reportagen faszinierender Legenden auf Rädern!

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Ziehen stets neugierige Blicke magisch an… die Roadster von Triumph – hier ein Triumph TR 250

Britisches Sportwagen-Feeling in klassischen Roadstern und Coupés der puren, trockenen Art …von Triumph!

British Sports Cars – klassische Roadster und Coupés der feinen englischen Art!

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