Fototipps für Oldtimer-Freunde

Nützliche Hinweise und gute Tipps, wie man erstklassige Fotos von Oldtimern schiesst!

Fotos von Oldtimern kann eigentlich jeder machen, der ein Smartphone oder eine Kamera besitzt.

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In Bewegung – ein Austin-Healey 3000 auf dem Autodrom in Mulhouse im Elsass, Frankreich

Seit vielen Jahren fotografieren wir interessante Autos und nostalgische Oldtimer aller Epochen. Die besten Bildergebnisse veröffentlichen wir dann mit Freude überwiegend auf unseren eigenen Websites Edle-Oldtimer.de und unter ‚Classic Cars & Bikes‘ in unserer Techniksparte von Globetrotter-Fotos.de.

Hiermit möchten wir unsere bislang gemachten Erfahrungen weiter geben und interessierten Oldtimer-Fans zu noch besseren Bildergebnissen führen.

Obwohl wir wahrlich nicht als Oberlehrer in Sachen Foto gelten, seien uns einige wenige Anmerkungen zur richtigen Kamera für sehenswerte und vielleicht einmalig schöne Aufnahmen von Automobilen gestattet.

Die besten Bildergebnisse sind nämlich stets dann zu erwarten, wenn Enthusiasmus mit dem richtigen Equipment zusammen kommen.

Also empfehlen wir ganz ausdrücklich den Einsatz von Bridge-, System- oder Spiegelreflex-Kameras mit Objektiven, die einen möglichst grossen Weitwinkel-Bereich aufweisen.

Und jetzt… lassen Sie einfach Ihrer Kreativität freien Lauf, konzentrieren sich auf das automobile Motiv und drücken im richtigen Moment auf den Auslöser!

Classic Cars in motion – Oldtimer in Bewegung

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Klassische Automobile auf dem Parcour oder bei Ausfahrten auf der Strasse aufgenommen.

Eingerahmt auf der Piste – ein Mercedes-Benz-190 SL im Gegenlicht während einer Ausfahrt im Osterzgebirge in Sachsen

Wir besitzen zwar ein stabiles Stativ, bei unseren Aufnahmen von Oldtimern wollen wir flexibel bleiben und arbeiten aber generell aus freier Hand.

Weil wir aber auch für eine knackige Schärfe der Bilder stehen, wählen wir für Bilder von fahrenden Autos dann immer eine kurze Belichtungszeit. Mit 1/1000 Sekunde und der Einstellung AI Servo kann man eigentlich nichts falsch machen.

Mitgezogen

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Die Trennung des fahrenden Autos vom störenden, unruhigen Hintergrund

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Mitgezogen – Bob aus Rhode Island mit seiner Chevrolet Corvette Sting Ray Split-Window des Baujahres 1963

Durch das Mitziehen der Kamera bei Autos in voller Fahrt lässt sich die Bewegung und die Geschwindigkeit besonders effektiv darstellen.

Allerdings muss man für ‚Mitzieher‘ mit einer verhältnismässig langen Verschlusszeit arbeiten – 1/30 sec oder noch länger – und etwas Glück beim Einfangen des fahrenden Oldtimers haben.

Sinnvoll ist es, hierfür die Kamera auf den Modus ‚Reihenaufnahme‘ und auf AI Servo einzustellen. Nicht verzagen, denn für gute Mitzieh-Fotos ist jede Menge Übung nötig.

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Rasanter Ampelstart an der 36th Street in Manhattan, New York City – Ford Mustang Fastback, Baujahr 1967

Hier ist sogar die totale Unschärfe reizvoll. Obwohl nicht einmal der Mustang-Oldie genau auszumachen ist, ziehen wir diese spezielle Ansicht mehreren technisch gelungenen Mietzieh-Aufnahmen der selben Situation in Manhattan einfach vor.

Der richtige Blickwinkel und die passende Perspektive

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Die richtige Spannung in seine Oldie-Aufnahmen bringt man durch wechselnde und ungewöhnliche Perspektiven. 

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Von oben aufgenommen… der BMW 507, der einmal Elvis Presley gehörte – BMW Museum München

Die meisten Oldtimer fotografieren wir ja stets direkt oder schräg von vorn und im Stehen. Um den eigenen Fahrzeug-Aufnahmen aber eine besondere Note zu geben, kann es aber durchaus interessant sein, den Standort einfach mal zu wechseln.

So können Autos auch von oben oder von hinten durchaus gut aussehen, einfach mal ausprobieren!

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Das Heck eines 74er Chrysler New Yorker – Aufnahme-Position Stehhöhe

Durch Veränderung des Blickwinkels von der Steh- zur Kniehöhe und die Verwendung einer starken Weitwinkel-Einstellung ergeben sich vom gleichen Motiv sehr unterschiedliche Ansichten.

Das führen wir hier an Bildern vom Heck eines 74er Chrysler New Yorker praktisch vor. Wer es mag, kann die ganze Chose auch noch viel extremer gestalten, es sind keine Grenzen gesetzt.

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Das Heck eines 74er Chrysler New Yorker – der gleiche Moment, aber aus der Knie-Perspektive

Menschen mit einbeziehen

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Altes Blech oder nur technische Details können auf Bildern unter Umständen echt langweilig wirken.

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Fachsimpeln bei offener Motorhaube beim alljährlichen Briten-Treffen im Scheuneviertel von Steinhude am Meer

Mensch und Auto ergeben, ganz besonders auf Oldtimer-Treffen, erst das richtige Spannungsfeld für gelungenen Aufnahmen automobiler Klassiker.

Das Fotografieren in Auto- und Technikmuseen

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Das Aufnehmen von Oldtimern, die dicht an dicht in Museen stehen, ist eine besondere Herausforderung.

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Total-Aufnahme – ein Mercedes-Benz 500 K Special Roadster, Baujahr 1936, Harrahs Collection, Reno, Nevada

Weil meistens die Autos dicht an dicht aufgereiht und oft noch durch Kordeln abgegrenzt sind, ist für das Fotografieren in Automuseen ein Objektiv mit einem ordentlichen Weitwinkel-Bereich unabdingbar.

So nutzen wir an unserer Canon EOS 7 entweder unserer Standard-Objektiv von 15 bis 85 mm oder gar unser Sigma Weitwinkel-Zoom, das den Bereich von 12 bis 24 mm abdeckt.

Aber auch sonst hat man es als fotografierender Oldie-Fans in Museen nicht immer leicht, denn häufig beeinträchtigen ungünstige, dunkle Lichtverhältnisse mit unterschiedlichen Kunstlicht-Quellen die Foto-Ergebnisse deutlich. Dabei ist auch der Einsatz von Blitzlicht absolut nicht sinnvoll.

Trotzdem können Oldtimer in Automuseen richtig attraktiv abgebildet werden. Aus unseren eigenen Foto-Erfahrungen in zahllosen Auto-, Luftfahrt- und Eisenbahn-Museen haben wir dafür den kleinen Ratgeber:

entwickelt, den wir im Service-Bereich unserer Website Globetrotter-Fotos.de veröffentlicht haben.

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Details am Mercedes-Benz 500 K Special Roadster – ein Stern, zwei Bosch-Hörner und drei grosse Lampen

Die Bild-Totale oder doch dicht ran ans Motiv-Detail, das ist hier die Frage. So manches Einzelteil am geliebten Oldtimer ist in der richtigen Sichtweise von nah auch sehr attraktiv.

Da heisst es einfach, diesem Teil mit der Kamera so richtig dicht ‚auf die Pelle‘ zu rücken.

Selektive Schärfe – das Spiel mit den Ebenen.

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Das Zauberwort heisst Tiefenschärfe und mit der kann man… spielen!

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Schärfe-Spiele – Mercedes-Benz  Nürburg 460 K, Baujahr 1930, auf der Bremen Motor Classics

Die alte optische Faustregel für die Tiefenschärfe gilt auch für die heutigen modernen Digital-Kameras…

…je grösser die Blende, desto geringer ist auch die Schärfe nach hinten und vorne!

Das kann bei der Bildgestaltung durchaus vorteilhaft sein, denn man kann – wie die obige Aufnahme als Beispiel zeigt – so mit dem Schärfeverlauf im Bild so richtig spielen.

Viel Glück und Erfolg mit Ihren eigenen Oldtimer-Fotos wünscht Ihnen Ihr Helmut Möller von Edle-Oldtimer.de!

Profitieren Sie von unseren Erfahrungen als Fotograf und lassen Sie einfach Ihrer Kreativität freien Lauf.

Fotografieren heisst mit Licht malen… unsere vielseitigen Foto-Ratgeber für erstklassige Reise-, Technik- und Naturfotos:

Globetrotter’s Fototipps – für erstklassige Reise-, Technik- und Naturfotos.