VW Bulli T 1 – Transporter- & Bus-Oldtimer

Unvergessen ist der erste Volkswagen ‚Bulli‘ – als Transporter und Bus.

VW Bulli T 1

Volkswagen Transporter Prototyp – hier einer der ersten ‚Bullis‘ aus dem November 1949

Es geht los… die Transporter-Fertigung bei Volkswagen beginnt 1950!

Dieser im AutoMuseum Volkswagen in Wolfsburg aufgenommene VW-Kastenwagen-Prototyp trägt die Fahrgestell-Nummer 008 und ist damit einer der ersten VW-Bullis überhaupt. Ein echter, besonders edler Oldtimer also!

Dieses Fahrzeug wurde bis in die 1960er Jahre auf dem Wolfsburger VW-Werksgelände genutzt.

Der VW Typ 2 – ein leichtes Nutzfahrzeug aus dem Volkswagenwerk.

Ab 1938 und zum Neubeginn unter englischer Besatzung nach dem zweiten Weltkrieg gab es nur einen Volkswagen, den bis heute beliebten VW-Käfer. Zum Wiederaufbau Deutschlands musste ein leichter Transporter her.

Als erster erkannte der niederländische Importeur von Volkswagen Ben Pon schon zwei Jahre vorher die Marktchancen für ein derartiges Fahrzeug und lieferte gleich eine selbst gezeichnete Skizze dazu.

So wurde nach ausführlicher Erprobung im Jahre 1950 der später einfach unverzichtbare Kleintransporter und Bus als VW-Typ 2 vom Volkswagenwerk vorgestellt, der heute als Volkswagen T 1 bezeichnet wird.

Volkswagen Transporter T 1

Edler Oldtimer – ein VW-Bus der ersten Generation am Eckerrnförder Museumshafen

Der VW-Bulli – vier Fahrzeug-Varianten für gewerbliche und private Kunden.

Durch seine zweigeteilte Windschutzscheibe aus Flachglas ist der VW-Transporter T 1 auch heute noch leicht und sofort zu erkennen und von seinem Nachfolger – dem T 2 – zu unterscheiden.

Äußerlich stets nur in wenigen Details ( z. B. Blinkleuchten anstelle der im Verkehr kaum sichtbaren Klapp-Winker sowie etwas grössere Heckleuchten oder einer breiteren Heckklappe ) dem Stand der damaligen Technik angepasst, wurde dieses VW-Nutzfahrzeug bis 1967 – also siebzehn Jahre lang – in den Ausführungen

  • Kleinbus
  • Kastenwagen
  • Pritschenwagen
  • Pritsche mit Doppelkabine

zuerst in Wolfsburg und ab 1956 im neu errichteten Transporterwerk in Hannover gebaut – das Wirtschaftswunder konnte beginnen.

Bis 1952 wurde der Transporter T 1 ohne Heckfenster und bis 1955 ohne hintere Stoßstange ausgeliefert. Ab 1964 wurde die Heckklappe vergrössert und es war eine Schiebetür bestellbar.

VW Bulli

VW Bulli – T 1 – vor der Bulli-Halle von VWN in Hannover-Limmer

Und warum heisst der VW Bulli nun Bulli?

Die internationalen Spitznamen des VW-Busses/Transporters klingen oftmals wie Liebeserklärungen an dieses unverwüstliche Fahrzeug.

  • VW-Bulli – das ist die beliebteste Namensgebung in Deutschland. Möglicherweise war es anfangs nur die Abkürzung der ersten Buchstaben von Bus und Lieferwagen.
  • Brick ( Ziegelstein), Cucumber ( Gurke ), Fat Chick ( Dickes Mädel ) oder Splitty ( wegen der geteilten Frontscheibe des T 1 ) – englischer Sprachraum.
  • Rugbrød ( Graubrot ) – Dänemark.
  • Junakeula ( Zugfront )- Finnland , entsprechend der Front alter finnischer Loks.
  • Pão-de-Forma ( Brotlaib ) – Portugal.
  • Velha Senhora ( alte Dame ) – Brasilien.
  • Combi Asesina ( Mörder-Kombi ) – Peru, vom Fahrstil der Fahrer in Lima.
  • Min bao che, Brotauto ( wg. der Form ) – China.

Nomen est omen – der VW-Bulli!

Volkswagen Kastenwagen T 1 - in der Autostadt Wolfsburg

Ein Volkswagen Kastenwagen Baujahr 1950 als Sinalco-Lieferwagen – ausgestellt in der  Autostadt Wolfsburg

Die Leistung und ihre Steigerung

Für den Antrieb sorgte der bekannte, luftgekühlte Vierzylinder-Boxermotor des VW Käfers im Heck des Fahrzeugs. Die Leistungsstufen des Boxers in seiner Weiterentwicklung:

– 1950 – 18 KW/ 25 PS – 1131 ccm – Höchstgeschwindigkeit 85 kmh
– ab 1954 – 22 KW/ 30 PS – 1192 ccm
– ab 1959 25 KW/ 34 PS
– ab 1963 30,9 KW/ 42 PS – 1493 ccm
– ab 1965 32,3 KW/ 44 PS – Höchstgeschwindigkeit 110 kmh

Ab 1959 war das Getriebe des T 1 vollsyncronisiert. Schade eigentlich, denn Schalten war ja bekanntlich kein Geheimnis in der damaligen Zeit… jeder durfte es hören!

Volkswagen T 1 fährt Reklame in Enkhuizen in Noord Holland Noord

Ein Volkswagen T 1 fährt Reklame für ein Restaurant –  Enkhuizen am Ijsselmeer in Noord Holland Noord

Volkswagen Transporter & VW-Bus – die Millionenseller

Der Volkswagen T 1 wurde und wird liebevoll VW Bulli gerufen. Als Bus und Lieferwagen war er nicht nur bei Deutschlands Gewerbetreibenden beliebt, sondern wurde auch viele Länder exportiert und besonders auch in den USA als Kultauto begehrt.

1956 wurde die Produktion aus Kapazitätsgründen von Wolfsburg in das neue, damals wie heute hochmoderne Volkswagenwerk-Werk am Mittellandkanal in Hannover – jetzt VWN für Volkswagen-Nutzfahrzeuge – verlegt.

Bereits im August 1961 wurde dort der einmillionste Volkswagen Transporter hergestellt, beim kleineren Bruder, dem VW-Käfer, war diese magische Zahl bereits 1955 erreicht.

Bis zur Ablösung durch das Modell T 2 im Jahre 1967 wurden insgesamt 1,8 Millionen ‚Bullis‘ der ersten Generation hergestellt und… verkauft. Wenn das kein Erfolg war?

Volkswagen-Transporter

Volkswagen-Transporter als Krankenwagen und Feuerwehr-Fahrzeuge… mit und ohne Drehleiter!

Krankenwagen und… Tatü, tata, die Feuerwehr – im Krankentransport und bei nahezu allen Feuerwehren Deutschlands sowie in vielen Exportländern hat sich der VW-Transporter ohne und mit Drehleiter auch als Einsatz-Fahrzeug bestens bewährt.

Dank recht geringer Laufleistungen und guter Pflege sind viele VW-Transporter und -Busse der ersten Generation bei den Wehren häufig erhalten geblieben und bei traditionsreichen Feuerwehren oder in Automuseen – unser Foto zeigt Exponate aus dem  AutoMuseum Volkswagen in Wolfsburg – noch im Bestand.

Samba, Samba – der Sambabus von Volkswagen

 

VW-Sambabus - auf der Street Mag Show Hannover 2011

VW-Sambabus mit Faltschiebedach und zusätzlichem Dachgepäckträger

23 Fenster hatte das berühmte Sondermodell ‚Samba‘ des Volkswagen T 1, davon waren die acht Dach- sowie die gebogenen Eckfenster aus Plexiglas – diese beiden Fenster entfielen ab 1964 durch die Verbreiterung der Heckklappe… also ab dann nur noch 21 Fenster!

Die offizielle Bezeichnung des Volkswagen-Werks für dieses zeitlos schöne Fahrzeug war Achtsitzer-Sondermodell. Äußerlich nahezu unverändert wurde es von 1951 bis zum Produktionsende des Volkswagen T 1 im Jahre 1967 gefertigt.

Besonders licht und luftig ist das Lebensgefühl, das der Volkswagen Sambabus mit dem optionalen Faltschiebedach bietet, wie am obigen, besonders schönen Exemplar dieses echten Kult-Fahrzeuges aus dem Landkreis Schaumburg gut zu sehen ist.

Volkswagen T 1 - Sondermodell 'Samba' - Zeithaus Autostadt

Volkswagen T 1 – das Sondermodell ‚Samba‘ im Zeithaus der Autostadt Wolfsburg

Samba – eine Luxusausführung des VW-Busses, die auch heute noch eine gute Figur macht.

Aktuell werden für gut erhaltene oder toprestaurierte Exemplare dieses, zusätzlich mit Chromleisten verzierten, Schmuckstücks Liebhaberpreise bis weit in den sechstelligen Euronen-Bereich bezahlt.

'Sambabus' - Baujahr 1966 - Heckansicht

Der ‚Sambabus‘ Baujahr 1966 – Heckansicht, schon mit der verbreiterten Heckklappe

Camping, Camping – der VW-Sambabus machte es zum Vergnügen.

Bei der Betrachtung des untenstehenden Bildes kommt so richtig Urlaubs- und Ferienstimmung auf, aber natürlich im Feeling der Fünfziger Jahre.

Volkswagen Sambabus - Campingausführung

Der Volkswagen Sambabus in Campingausführung – gesehen in Ferlach, Österreich

Diesen Volkswagen-Sambabus mit Campingausstattung in Best-Restaurierung sah der Autor unter ganz realistischen Einsatzbedingungen bei der Veranstaltung ‚Nostalgie Total‘ in Ferlach, südlich von Klagenfurt in Kärnten.

Sehen Sie auch unsere ausführliche Bildgalerie – VW Sambabus – in eindrucksvoller, grosser Darstellung und hoher Auflösung auf unserer Website Globetrotter-Fotos.de.

Abgelöst wurden die VW- Transporter und -Busse der ersten Generation im Jahre 1967 nach 1,8 Millionen gefertigten Exemplaren durch das VW-Modell T 2 – unverändert volksnah und weiterhin mit dem röhrenden Vierzylinder-Boxer im Heck.

Volkswagen Oldtimer-Bullis in Automuseen

 

Bulli-Halle

Volkswagen-Transporter T 1 in der Bulli-Halle von VWN in Hannover – Aufn. HAZ/Eberstein

Wer sich ganz besondere Volkswagen-Oldtimer, speziell aus dem Bereich der historischen Nutzfahrzeuge, im Museum ansehen möchte, hat nur mit Einschränkungen so richtig gute Möglichkeiten.

Gerne geben wir aber hier unsere Erfahrungen bei der Spurensuche an Sie weiter!

1. das AutoMuseum Volkswagen in Wolfsburg.

Dieses werkseigene Museum in einem Industriegebiet Wolfsburgs, erheblich abseits der Autostadt gelegen, bietet sicherlich die beste Gelegenheit, die Geschichte anhand zahlreicher Original-Exponate an heckangetriebenen Transportern zu erkunden. Zu unserer Bildergalerie – AutoMuseum Volkswagen.

2. das Zeithaus in der Autostadt Wolfsburg.

Das Zeithaus sowie die gesamte ‚Autostadt Wolfsburg‘ des Volkswagenwerkes sind ausgesprochen sehens- und besuchenswert. Allerdings sind unter dem Motto ‚Meilensteine der Automobiltechnik‘ nur wenige historische Bullis zu sehen, die sind allerdings perfekt restauriert. Wir waren bislang zweimal dort zum Staunen und zum Fotoshooting. Zu unserer Bildergalerie – Zeithaus Autostadt Wolfsburg.

3. das private Bullimuseum in Hessisch Oldendorf bei Hameln.

Dieses bekannte private Museum in einer ehemaligen Zuckerfabrik ist nicht regelmässig geöffnet, sondern nur zu besonderen Events. Interessenten lassen sich am besten über den Newsletter des Museums über Öffnungstage informieren. Zur Website – BULLIMUSEUM.

4. die Bulli-Halle von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover.

Seit einigen Jahren sammelt Volkswagen Nutzfahrzeuge gezielt historische VW-Transporter und hat inzwischen so an die 100 wertvolle Fahrzeuge beisammen, die in einer Industrie-Halle in Hannover-Limmer untergebracht sind… der Bulli-Halle! In der dortigen Werkstatt werden auch Kundenfahrzeuge liebevoll und fachgerecht restauriert.

Die Bulli-Halle ist war nicht frei zugänglich, Oldie-Fans hatten üblicherweise keinerlei Chance auf Einlass in dieses ‚VWN-Heiligtum‘.

Anlässlich einer Leseraktion der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung durften im Januar 2015 allerdings erstmals 20 ausgeloste Gäste an einer Führung teilnehmen. Unser Autor Helmut Möller hatte Glück und war dabei! Leider durfte er aus prinzipiellen Gründen seine neugierige Kamera nicht nutzen, so dass wir leider keine eigenen Aufnahmen aus der Bulli-Halle vorzeigen können.

Neu ab Ende September 2017 – unter dem Namen ‚Bulli Klassik Tour‘ ist die Oldtimer-Sammlung der Bulli-Halle in der Lagerstrasse 2 in Hannover-Limmer an jedem Mittwoch zwischen 11 und 14 Uhr für angemeldete Gäste zu besichtigen, die max. Gruppengrösse beträgt 25 Personen.

Tickets kann man online bei eventim.de unter dem Stichwort ‚Bulli Klassik Tour‘ oder telefonisch über die Hotline 01806-570070 bestellen.

Tickets für die Ausstellung und Führung kosten pro Person inkl. Gebühren Euro 11,60, ermässigt Euro 6,65.

Jetzt werden Sie feststellen, dass sich die eruierten Besichtigungs-Möglichkeiten auf das Bundesland Niedersachsen beschränken und auch dort zum Teil nur mit dem Quentchen Glück oder ansonsten nur in den beiden VW-Werksmuseen  gut zu nutzen sind. Zukunft kommt von Herkunft! Ist doch egal, oder?

VW-Oldtimer-Logo

Oldtimer-Logo von Volkswagen Nutzfahrzeuge an einem T 1 Bus vor der Bulli-Halle Hanover

Viva Mexico – das besondere VW-Hippiebus-Erlebnis unseres Autors:

 

Im Frühjahr 1976 befand sich unser Autor Helmut Möller für fünf lange Wochen auf abenteuerlicher Globetrotter-Reise durch das wilde Mexico.

Seine individuelle, weitestgehend ungeplante, Fahrt führte ihn vom Moloch Mexico City mit öffentlichen Verkehrsmitteln und per Autostop an den Golf von Mexico, in den unwegsamen Süden des bergigen Landes, bis zur Pazifikküste und zurück.

Dabei hatte er auch einen längeren Lift in einem zum Campingwagen umgebauten VW-Bus der ersten Generation. Mit ausgelassenen weiblichen Hippies aus Kalifornien als Gastgeber ging es in gemächlichen Tempo bis zur antiken Ruinenstadt Palenque mitten im tropischen Regenwald.

Damals war’s, in der Jugend. Aber… diese Fahrt wird uns auf ewig unvergessen bleiben!

Fotos, Fotos, Fotos… hier bei uns und auf Globetrotter-Fotos.de:

 

Die bislang auf Edle-Oldtimer.de erschienenen Artikel über Oldtimer aus der Produktion des Volkswagenwerks finden Sie hier:

Unsere spannenden und ausführlichen Bildergalerien über die Oldtimer und die heutigen Automobile des Volkswagen-Konzerns – vom liebenswerten VW-Käfer bis zum VW-Phaeton-Topmodell – sehen Sie unter

darunter ist auch die Bildergalerie für historische Volkswagen-Transporter und -Busse

mit exklusiv fotografierten Aufnahmen in eindrucksvoller, grosser Darstellung und hoher Auflösung… auf unserer beliebten Reisefoto- und Technik-Website Globetrotter-Fotos.de.

Der Volkswagen T 1 – ein Meilenstein in der Geschichte des Volkswagenwerkes!

VW-Campingbus

VW-Campingbus T 1 mit Klappdach – gute Reise im Oldtimer durch Kärnten

Campingspass mit dem VW-Bulli – weltweit!

Wie wir oben schon beim Sambabus gesehen haben, war schon der VW-Bus T 1 besonders bei reisefreudigen Campern, unternehmungslustigen Freizeit-Enthusiasten, bei eingeschworenen Europa- sowie Weltreisenden ganz besonders beliebt. Da nimmt es nicht wunder, dass sich viele Unternehmen – wie z. B. Westfalia in Rheda-Wiedenbrück – mit Sonder-Auf- und Einbauten für dieses Modell beschäftigten.

Heute werden die Reisemobile, derzeit auf VW T 5 Basis, unter dem Namen California direkt bei der VW-Tochter Autovision in Hannover-Limmer ausgebaut.

Die Buch-Neuerscheinung im April 2016 zum Thema – Die Bulli-Legende, als Bullis noch Samba tanzten.

Die Bulli-Legende

Die Bulli-Legende, als Bullis noch Samba tanzten

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Schätze der Bücherkiste – feiner Lesestoff für alle Freunde von klassischen Automobilen, vorgestellt von Edle-Oldtimer.de.

Volkswagen – Europas größter und bedeutendster Automobilkonzern.

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