Der Berlin-Rom-Wagen

Der berühmte Berlin-Rom-Wagen aus dem Jahre 1939

 VW Typ 60 K 10 bzw. Porsche Typ 64 – Star in der Ausstellung des Automuseums ‚Prototyp‘ in der Hamburger HafenCity!

Die Stromlinien-Formensprache der späten 1930er Jahre  – das grandiose Renncoupé auf Basis des späteren Volkswagens.

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Der Berlin-Rom-Wagen – prominent ausgestellt im Automuseum ‚Prototyp – personen.kraft.wagen‘ in der Hamburger HafenCity

80 Jahre Berlin-Rom-Wagen – VW Typ 60 K 10 bzw. Porsche Typ 64

Der Berlin-Rom-Wagen – ist das jetzt ein Volkswagen, oder ein Porsche… oder etwa Beides?

Eine gute, aber nie ganz geklärte Frage, zumal dieses Renncoupé auch als Porsche Versuchswagen Berlin-Rom bezeichnet wurde! Die Verantwortlichen der nationalsozialistischen Arbeitsfront und der Gemeinschaft ‚Kraft durch Freude‘ beauftragten damals das Konstruktionsbüro von Ferdinand Porsche, auf der Basis des KdF-Wagens – dem späteren VW-Käfer – einen Sportwagen für den Berlin-Rom-Wettbewerb zu konstruieren.

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Ist der Berlin-Rom-Wagen von 1939 der eigentliche Ur-Porsche? – Die Form und das Konzept legen es zumindest nahe!

Tatsächlich kann der Berlin-Rom-Wagen als den Urahn aller Porsche-Sportwagen – mit den Genen des künftigen VW-Käfers – bezeichnet werden. Das zeigt neben der Fahrzeug-Konzeption auch seine Form, bei der das spätere Porsche-Design vom Typ 356 bis hin zum heutigen 911er Porsche schon im Ansatz erkennbar wird.

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VW 60 K 10 oder Porsche 64der Berlin-Rom-Wagen mit Split-Window-Frontscheibe

Der Berlin-Rom-Wagen… Schwelgen in Formen der Stromlinie

Wir von Edle-Oldtimer.de haben grossen Spass daran, klassische Oldtimer aller Epochen ins rechte Licht zu rücken und besonders spannend mit unserer Kamera einzufangen.

So sind wir im erstklassigen Automuseum Prototyp – personen.kraft.wagen in der Hamburger HafenCity unter anderem bei diesem 80 Jahre alten Sportwagen wieder einmal fündig geworden. Nur zwei Wagen überlebten den Krieg und verblieben bei Porsche.

Hier konnten wir uns an den strömungs-optimierten, geschwungenen Formen des Berlin-Rom-Wagens mit unserer Weitwinkellinse so richtig austoben. Die schönsten der geschossenen Aufnahmen dieses Ausnahme-Oldtimers sehen Sie hier!

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Ein absoluter Star in der Ausstellung des Automuseums ‚Prototyp – personen.kraft.wagen‘ in Hamburgs HafenCity

Die automobilen 1930er Jahre waren auch eine Epoche der grossen Wett- und Rekordfahrten.

Geschwindigkeits- und Zuverlässigkeits-Rekordfahrten waren damals an der Tagesordnung und auch ein Zeichen nationalen Stolzes für Deutschland, aber auch für andere europäische, Autos produzierende Länder.

Nach den auch politisch ausgeschlachteten Erfolgen der Mercedes-Benz Silberpfeile und der legendären Auto Union Rennwagen, sollten mit der transalpinen Berlin-Rom-Fahrt auch seriennahe Fahrzeuge auf der neuen Reichs-Autobahn und im Gebirge ihre Leistungsfähigkeit beweisen.

Geplant war diese 1.680 Kilometer lange Wettfahrt bereits für 1938, aber dann auf den September 1939 verschoben. 250 Autos – Sportwagen und serienmäßige Tourenwagen bei einem Nenngeld 20 Mark – sowie 150 Motorräder sollten an den Start gehen, der wegen des unheilvollen Ausbruchs des zweiten Weltkriegs dann nicht mehr statt finden konnte.

Die Berlin-Rom-Fahrt sollte ein prestigeträchtiges Langstrecken-Rennen sein, das allerdings nie stattfand.

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Beengte Platzverhältnisse im Berlin-Rom-Wagen zugunsten des geringen Luftwiderstandes – VW 60 K 10 oder Porsche 64

Drei KdF Berlin-Rom-Wagen wurden gebaut – zwei haben die Zeit überdauert und sind mittlerweile restauriert!

Nur drei Berlin-Rom-Wagen wurden gebaut, bei denen Ferdinand Porsche sowohl beim Motor als auch bei Fahrwerk sich an die Seriennähe zum KdF-Wagen, dem späteren VW-Käfer, hielt. Die Karosserie wurde dagegen besonders auf Strömungs-Günstigkeit mit voll verkleideten Radausschnitten – cw-Wert 0,385 – und per Aluminiumhaut auf ein niedriges Gewicht – 525 kg – optimiert. Aufgrund der knappen Platzverhältnisse wurde der Fahrersitz mittig- und der Beifahrersitz versetzt nach hinten eingebaut.

Da die Renncoupés nie zum Einsatz kamen, wurden sie später zeitweise von der Familie Porsche als Privatwagen benutzt.

Zwei der drei Stromlinien-Coupés überstanden die Wirren des zweiten Weltkrieges. Der erste Berlin-Rom-Wagen war nahezu unversehrt und wurde 1949 an den legendären österreichischen Rennfahrer Otto Mathé verkauft, der mit dem  in den Jahren 1949 bis 1951 mehrere Rennen und Fernfahrten bestritt.

Dieses Fahrzeug sollte 2019 bei RM Sotheby’s in Monterey, Kalifornien, für mindestens 20 Millionen Dollar versteigert werden. Allerdings floppte die Versteigerung des Typ 64, denn keiner der Bieter hob bereits beim ersten Aufruf von 17 Mio $ die Hand. Auch das sicherlich nicht klamme Porsche-Museum in Stuttgart weigerte sich, diese horrende Summe auf den Tisch zu legen. Shit happens!

Der Berlin-Rom-Wagen, dessen Versteigerung des ersten Exemplares 2019 bei RM Sotheby’s in Monterey fehlschlug!

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Der Berlin-Rom-Wagen – die geschwungene Heckform, wie aus dem Windkanal

Der zweite Berlin-Rom-Wagen wurde über einen Zeitraum von zehn Jahren von den Eigentümern des Hamburger Museums ‚Prototyp – personen.kraft.wagen‘ mit grossem Engagement wieder neu aufgebaut. Dabei musste auch die gesamte Aluminiumkarosserie neu geschaffen werden – es ist unser hier gezeigtes Fotomodell.

Steckbrief… einige technische Daten des Berlin-Rom-Wagens

VW Typ 60 K 10 bzw. Porsche Typ 64 – Baujahr 1939

  • Motor – 4-Zylinder-Viertakt-Boxermotor im Heck, luftgekühlt
  • Motorsteuerung – OHV = zentrale untenliegende Nockenwelle
  • Zwei Solex-Fallstrom-Vergaser
  • Hubraum ca. 1100 ccm – Verdichtung 7:1
  • Leistung – 40 PS bei 3800/min
  • Getriebe 4-Gang, unsychronsiert – Einscheiben-Trockenkupplung
  • Radaufhängung – vorn Kurbel-Längslenker – hinten Pendelachse
  • Federung – Drehstäbe
  • Radstand 2.400 mm – Spurweite vorn/hinten 1.290/1.250 mm
  • Länge – 4,15 m
  • Reifen – 5,25–16 Zoll
  • Karosserie – Aluminium, Leergewicht  525 kg, cw-Wert 0,385
  • Höchstgeschwindigkeit – 140 kmh

Die Grundkonstruktion – Motor, Radstand, Federung, Radaufhängung – entsprach dem dem sogenannten KdF-Wagen, dem späteren Volkswagen Käfer.

So kann man bei diesem Renncoupé durchaus von einem seriennahen Konzept sprechen. Mit der längsten Übersetzung und dem stärksten der entwickelten Motoren – 34 bis 50 PS – hätte der Berlin-Rom-Wagen theoretisch eine Höchstgeschwindigkeit von 190 kmh erreichen können.

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Das Heckfenster mir Lüftungsgitter des Berlin-Rom-Wagens, es scheint uns vertraut und doch fremd im Anblick

Unsere hier gezeigten Fotos dieses so seltenen VW 60 K 10 oder Porsche 64 im Hamburger Automuseum ‚Prototyp – personen.kraft.wagen‘ stellten uns wegen der dortigen Kunstlicht-Beleuchtung vor erhebliche Probleme.

Die moderne, von uns eingesetzte Hochleistungs-Kamera geriet – trotz individuell einstellbaren Weißabgleichs – schnell an ihre Grenzen, so dass wir am PC ordentlich nacharbeiten mussten, um einigermassen neutrale Abbildungen zu erreichen. Enjoy!

Oldtimer-Freund, gib‘ uns mehr… Fotos, Fotos, Fotos – Im Focus ‚Prototyp‘, Volkswagen Käfer und Porsche Oldtimer!

Erstklassige Bildergalerien in den Reportagen in der Sparte ‚Classic Cars & Bikes‘ auf unserer beliebten Reisefoto- und Technik-Website Globetrotter-Fotos.de, die gut zum Thema dieses formenreichen Artikels passen, sind:

Classic Cars & Bikes – mehr als 4.500 exklusive Fotos klassischer Automobile und Motorräder im Technik-Bereich auf Globetrotter-Fotos.de

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Dieser Anblick des Berlin-Rom-Wagens könnte aus einem Film der Reihe ‚Krieg der Sterne‘ sein.

Die Stromlinien-Formensprache der späten 1930er Jahre  – das grandiose Renncoupé auf Basis des späteren Volkswagens.

 VW Typ 60 K 10 bzw. Porsche Typ 64 – Star in der Ausstellung des Automuseums ‚Prototyp‘ in der Hamburger HafenCity!

Edle Oldtimer – eine spannende Foto-Parade klassischer Automobile aller Epochen! 

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