AC Cobra

Giftig und bissig wie eine richtige Kobra im Angriff – der AC Cobra von Shelby!

Ein klasse Rezept – man nehme Chassis und Karosserie eines reinrassigen Rennwagens, implantiere einen großvolumigen und bullig starken US-Achtzylinder und mache das Fahrzeug strassentauglich. Fertig ist der… AC Cobra!

AC Cobra - in Aktion auf der Hauptstrasse von Neuseelands Hauptstadt

AC Cobra – in Aktion auf der Hauptstrasse von Neuseelands Hauptstadt Wellington

AC Cobra – der kompromisslose Sportroadster!

1961 machte der ehemalige US-Rennfahrer Carroll Shelby dem britischen Sportwagen-Hersteller AC Cars Ltd. den unmoralischen Vorschlag, den Roadster Ace weiterzuentwickeln und einen leistungsgesteigerten Ford-V 8 Motor hinein zu pflanzen.

Gesagt, getan – der AC Cobra wurde realisiert und dann in dieser britisch-amerikanischen Konstellation von 1962 bis 1968 in unterschiedlichen Varianten gebaut. Oft wurde diese ‚Motor-Sitz-Hülle‘ – Konstruktion auch, vorzugsweise in den Vereinigten Staaten, bei Rennen eingesetzt. Erfolge bleiben nicht aus, wie zum Beispiel der Sieg der Sportwagenweltmeisterschaft 1965.

AC Cobra - in Hannover am Waterlooplatz gesichtet

AC Cobra – in Hannover am Waterlooplatz gesichtet

Leistungsstark, schnell und kompromisslos – AC Cobra!

Die Motorisierung begann ursprünglich mit einem modifizierten 4,2 Liter Ford V 8 und endete im Modell 427 mit 7 Liter Hubraum, einem max. Drehmoment von 641 Nm und 425 PS.

Die Fahrleistungen führten aufgrund des sensationell geringen Leistungsgewichts dazu, dass der AC Cobra einer der schnellsten und brutalsten Sportwagen wurde, der jemals gebaut wurde.

1964 stellt der AC Cobra mit 183 mph  – ca. 293 kmh – einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord auf und kommt als schnellstes Straßenauto der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde, den Titel hält er viele Jahre – einfach atemberaubend, oder?

Charakteristisch - die mächtigen Sidepipes beiderseits des AC Cobra

Charakteristisch – die mächtigen Sidepipes beiderseits des AC Cobra

Wieviele der jemals in den 1960er Jahren gefertigten AC Cobras erhalten geblieben sind, ist nicht bekannt. Heute werden für original erhaltene AC Cobra Preise von zum Teil mehr als  300.000,- EUR bezahlt.

Der Markt für diesen englischen Oldtimer mit dem amerikanischen Herzen ist allerdings extrem unübersichtlich, weil er von vielen Repliken – auch als Bausatz – in unterschiedlichster Qualität deutlich ergänzt wird.

Wir wissen nicht, welche der von uns entdeckten, fotografierten und hier abgebildeten AC Cobras nun ‚echt‘ oder nur Repliken sind. Gehen wir einfach mal davon aus, dass sie alle echt sind und ihren Fahrern unglaublich viel Spass bereiten – auf dem Boulevard, den kurvenreichen Landstrassen und der leeren Autobahn!

Spartanisches, aber funktionelles AC Cobra Cockpit.

Spartanisches, aber funktionelles AC Cobra Cockpit.

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Auf der Street Mag Show 2011 in Hannover - AC Cobra

Cobra BDR 427 mit 550 PS

Dieser AC Cobra BDR 427 scheint ein ganz besonderer Bolide zu sein – sein 7 Liter-V 8 bringt es auf sage und schreibe 405KW/550 PS, dabei wurde dieses Fahrzeug des Baujahres 1965 in diesem Jahr erstmals zugelassen und hat bis jetzt nur 500 km ‚auf dem Buckel‘. Er steht übrigens für € 74.900 zum Verkauf.

Auf der Street Mag Show 2011 in Hannover - AC Cobra

Auf der Street Mag Show 2011 in Hannover – AC Cobra

Auf der Street Mag Show 2011 in Hannover, dem bundesweit grössten Treffen amerikanischer Oldtimer, waren noch weitere bissige Cobras zu bewundern. Wie stets waren sie absolute Augenweiden, aber was nun – englische oder amerikanische Sportwagen?

AC Cobra - in Hannover auf der Street Mag Show 2011

AC Cobra – in Hannover auf der Street Mag Show 2011

Der nachfolgende AC Cobra Mk III 427 sc mit unlackierter Alu-Karrosserie wurde auf der Bremen Classic Motorshow 2012 für 95.900,- € zum Verkauf angeboten, ob er dafür ‚über die Theke‘ gegangen ist, können wir aber nicht sagen.

AC Cobra Mk III - mit Alu-Karrosserie unlackiert

AC Cobra Mk III – mit Alu-Karrosserie unlackiert

Der AC Cobra Mk III 427 sc mit beeindruckenden Daten

– Motor – 351 w von John Kaase mit 450 PS bei 6.000 rpm
– Rahmen von John Tojero (GB)
– Borg Warner 5-Gang-Getriebe
– Hinterachse Salisbury LS 7

Gut aufgestellt, oder?

AC Cobra - Heckansicht

Die Heckansicht des AC Cobra – schlicht und ergreifend umwerfend!

Ein schöner Rücken kann auch entzücken – der CA Cobra von hinten!

Dieser silberfarben lackierte AC Cobra kam mit Donnergetöse aus den Sidepipes zusammen mit zwei nicht minder lauten Dodge Viper RT / 10 auf den Parkplatz der Strandterrassen von Steinhude am Meer geschossen. Dieser Erholungsort in der nördlichen Region Hannover wird erfreulicherweise häufig von Oldtimer-Fahrern frequentiert, besonders an schönen Wochenenden wird das ‚alte Blech‘ gerne dem staunenden Publikum vorgeführt.

Auch wird im Steinhuder Scheunenviertel im August eines jeden Jahres regelmässig ein sogenanntes Britentreffen veranstaltet, bei denen manchmal eben auch AC Cobras auftauchen.

So richtig wie die klassischen britischen Roadster sehen die AC Cobras nun wirklich nicht aus, eher doch wie Zwitter aus der alten und der neuen Welt. Vielleicht macht gerade diese Sonderstellung zwischen zwei Stühlen des internationalen Sportwagenbaus den besonderen Charme dieser bulligen Fahrzeuge aus!

Eine aufregende angelsächsiche Coproduktion – der AC Cobra!

Logo AC Cobra

Und hier ist auch die giftige Schlange zu sehen… das Logo des AC Cobra

British Sports Cars – Roadster und Coupés der feinen englischen Art!

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