Die Jaguar Baureihe XK – 1949 bis 1961

Vom Jaguar  XK 120 zum XK 150 – elegante und sportliche Raubkatzen machen Furore!

Unvergessene Legenden auf Rädern aus Großbritannien… visit our fine British Vintage Car Photo-Collection!

Die berühmte Fahrzeug-Familie der Jaguar Sportwagen-Modelle XK aus den Baujahren 1949 bis 1961.

Jaguar XK 120

Ein exzellent restaurierter Jaguar XK 120 – auf der Bremen Motor Classics 2012 von uns entdeckt

Jaguar XK Oldtimer – die aufregenden Vorgänger-Modelle des legendären Jaguar E-Type!

Wer kann sich heute noch an G-Man Jerry Cotton erinnern? Dieser tapfere Held aus den beliebten Groschenromanen der Fünfziger/Sechziger Jahre fuhr einen Jaguar XK und… war damals der schnellste FBI-Agent der ganzen Staaten – im spannenden Heft zumindest!

Ja, so war’s! Der Jaguar XK war wirklich einmal der schnellste Serienwagen der Welt, obwohl der Jaguar XK 150 trotz 3,8 l – Reihensechszylinder mit sage und schreibe 265 PS die angegeben 150 Meilen pro Stunde ( 241,4 kmh ) dann doch nicht ganz erreichte!

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Ein Jaguar XK 120 auf einer Sonderschau Britischer Roadster im Automuseum Melle

Jaguar XK – im Nachkriegs-Deutschland wenig gekauft, jetzt aber als klassischer Oldtimer heiss geliebt!

Es ist nicht gerade verwunderlich, dass wir in der Jugend während unserer ‚Jerry-Cotton-Phase‘ in den Fünfziger Jahren nie einen Jaguar XK zu Gesicht bekamen, wurden doch kaum mehr als 100 dieser Sportwagen in dieser Zeit in Deutschland abgesetzt.

Denn… wer konnte sich damals in der deutschen Nachkriegszeit ein Liebhaberfahrzeug eines solchen Kalibers leisten?

Jaguar XK 120

Das Holzlenkrad und das Armaturenbrett aus Wulzelholz des Jaguar XK 120 von 1954 …Mönsch, ist das edel!

Heute sind allein in der Jaguar Association 210 XK registriert, Importe aus dem Hauptabsatzgebiet dieser Fahrzeuge, den USA, haben den Oldtimer-Bestand an bestens gepflegten Jaguar XK in Deutschland mittlerweile also deutlich vergrößert.

Exklusive Erfolgsmodelle und heute gesuchte Oldtimer britischer Provinienz – insgesamt sind 30 357  Exemplare der XK-Modelle während der gesamten Bauzeit  von1948 bis 1961 bei Jaguar hergestellt und überwiegend in die USA exportiert worden.

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Eng gestellt, aber trotzdem gut zu erkennen – ein Jaguar XK 140 Fixed Head Coupe, Baujahre 1954 bis 1957

Sir William Lyons: ‚Schöne Autos sind nicht teurer herzustellen als häßliche!‘

Da hatte und hat der Chef des Unternehmens Jaguar auch heute noch absolut Recht! Das aufregend gestylte Blechkleid des XK 120 begeisterte dann auch sofort bei der Vorstellung die Besucher der London Motor Show im Oktober 1948.

Der flache Roadster suggerierte, als käme er direkt von der Rennstrecke und imponierte mit seinen fliessenden Linien, der langen Motorhaube und den geschwungenen, in die Heckpartie übergehenden Kotflügeln.

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Ein Jaguar XK 150 – vor dem historischen Bahnhof von Barntrup im Lipper Land

Jaguar XK – die Faszination auf Rädern!

Ein aufregend dynamisches Design, eine überlegene Motorleistung und im Rennsport errungene Lorbeeren – diese drei Dinge braucht der potentielle Käufer von Welt… damals wie heute!

Verglichen mit den zeitgenössischen Mitbewerbern anderer Sportwagenhersteller war der Jaguar XK zudem ein echtes Sonderangebot. ‚Viel Auto fürs Geld‘ lautete dabei die zweite die Devise von Jaguar-Chef Sir William Lyons. Dabei waren die folgenden drei Versionen im Angebot:

  • Offener Zweisitzer oder Roadster (OTS = Open Two Seater)
  • Coupé mit festem Dach (FHC = Fixed Head Coupe)
  • Coupé mit versenkbarem Stoffdach (DHC = Drop Head Coupe)
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Eine Oldtimer-Ausfahrt… mit dem Jaguar XK 150 im schönen Lipper Land gepflegt unterwegs

Der Jaguar XK macht auch unter heutigen Bedingungen noch eine elegante und ordentliche Figur.

Sicher sitzt man zu tief hinter dem grossen Lenkrad, vermisst neben der beim schnellen Kurvenfahren nötigen Seitenführung auch eine Lehnenverstellung der zünftigen Ledersitze. Auch Heizung und Lüftung lassen nach heutigen Maßstäben zu wünschen übrig. Ein echter Oldtimer… für ‚Männer, die Pfeife rauchen‘ eben!

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Ein Jaguar XK 150 Coupé mit festem Dach (FHC = Fixed Head Coupe) der Baujahre 1957 bis 1958

Aber… im Zuge der Modellpflege beim XK 120 über den XK 140 zum XK 150 steigert sich der Gebrauchswert als echter Sportwagen zunehmend. Mit seiner Zahnstangenlenkung, verstärkten Torsionsstäben vorne und Teleskop-Stoßdämpfern hinten, läßt sich dann der XK 150 schon sehr präzise dirigieren. Der Fortschritt zeigt sich auch bei den standfesten Scheibenbremsen des letzten Modells.

Zeitgenössische Käufer konnten sich zudem mit wahlweise lieferbarem Overdrive und verschiedenen Hinterachsuntersetzungen ihr ganz persönlich zu fahrendes XK-Modell zusammenstellen.

Our British Vintage Car Photo-Collections… die Oldtimer-Shows von den britischen Inseln – Fotos mit Benzin im Blut!

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Jaguar XK 150 Coupé mit festem Dach (FHC = Fixed Head Coupe) in der Werkstatt des Rolls-Royce Museums in Dornbirn, Österreich

Der kernige, dumpf grollende Jaguar-Langhub-Reihensechszylinder verblüfft auch heute noch eine unglaublich geschmeidige Durchzugskraft – mit sauberer Beschleunigung von zehn Meilen pro Stunde bis zur Spitze im größten Gang! Welches der heutigen hochgezüchteten Sportwagen-Triebwerke macht es nach?

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Der DOHC Sechszylinder-Reihenmotor des Jaguar XK 150 mit 3.442 ccm und 213 PS

Die spannende Entwicklungs-Geschichte der Baureihe des Jaguar XK, vom XK 120 bis zum XK 150

  • 1948 – Vorstellung des XK120 Roadster auf der Londoner Motor Show.
  • 1951 – Jaguar präsentiert die geschlossene Version, das XK 120 Coupé.
  • 1954 – der Jaguar XK 140 hat einen stärkeren Motor, verbesserte Mechanik und eine leicht modifizierte Karrosserie.
  • 1957 -mit dem XK 150 verliert die Baureihe den auffälligen Hüftschwung.
  • 1959 – Jaguar XK 150 auf Wunsch mit 3,8 Liter-Motor und 265 PS lieferbar.
  • 1960 – Produktionsende für Cabrio und Roadster, das Coupé läuft erst 1961aus.
  • 1961 – im März wird als Nachfolgemodell, die legendäre Jaguar E-Type vorgestellt.

Ab 1957 besticht die neue Generation mit der Bezeichnung XK 150 mit geglättetem Blech, größerem Kühllufteinlass und – erstmalig in einem Serienfahrzeug – Scheibenbremsen.

Als Motor stand weiterhin der unverwüstliche, langhubige Sechszylinder mit 3442 Kubikzentimetern zur Verfügung, doch die stärkste Ausführung des XK 150 war die ‚S-Version‘, deren 3,8-Liter Motor satte 265 PS bei 5500 U/min leistete. Hierbei kamen statt der zwei SU HD 6 – Vergaser drei größere HD 8 – Vergaser zum Einsatz.

Erstmals in der XK-Baureihe überhaupt konnte beim Jaguar XK 150 die springende Raubkatze, das Symbol der Marke, optional als Kühlerfigur geordert werden. Wahlweise waren Scheibenräder mit Verkleidung der hinteren Radausschnitte (Spats) oder stilgerechte Speichenräder lieferbar.

Jaguar XK 150

Die Front des Jaguar XK 150 bei echtem ‚Schietwetter‘ während der Prinz-Heinrich-Fahrt 2011 in Eckernförde

Automobile Technik vom Feinsten… einige Eckdaten eines Jaguar XK 150 des Baujahres 1957 

  • Motor – wassergekühlter Reihensechszylinder
  • Hubraum  –  3442 ccm
  • Leistung – 190 PS bei 5500 1/min
  • Max. Drehmoment     310 Nm bei 2500 1/min
  • Ventilsteuerung  – Zweiventiler DOHC
  • Verdichtung –   8 : 1
  • Gemischaufbereitung  –  2 SU-Vergaser
  • Höchstgeschwindigkeit  – 210 kmh
  • Länge-4470 mm – Breite-1640 mm – Höhe-1395 mm
  • Radstand  – 2590 mm
  • Spurbreite – vorne-1310 mm – hinten-1310 mm
  • Leergewicht – 1321 kg

‚Grace and Pace‘ – Anmut und Tempo! Jaguar XK, die Traumsportwagen der frühen Nachkriegszeit.

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Die ebenfalls formschöne Heckansicht des Jaguar XK 150 – am Eckernförder Museumshafen aufgenommen

Fotos, Fotos, Fotos – die springenden Raubkatzen von Jaguar… in erstklassigen Aufnahmen festgehalten!

Aus Platzgründen können wir Ihnen hier bedauerlicherweise nur wenige, dafür aber besonders typische und reizvolle Aufnahmen aus unserem umfangreichen Bild-Portfolio dieser historischer XK-Jaguars bieten. Aber hier zeigen wir mehr… Jaguar  XK 120 und XK 150.

Einen feinen Bericht über den markanten und Aufsehen erregenden Nachfolger der XK-Baureihe, der legendären Jaguar E-Type, haben wir anlässlich seiner Präsention vor mittlerweile mehr als 50 Jahren haben wir ebenfalls hier auf Edle-Oldtimer.de veröffentlicht:

  • Der Jaguar E – das ‚Rollende Kunstwerk‘ der britischen Automobil-Industrie der 1960er-Jahre.

Der berühmte englische Sportwagen mit der ellenlangen Motohaube – ein Traum-Sportwagen und unvergessene Design-Ikone!

Haben Sie Lust auf weitere und grössere, absolut faszinierende Fotos von Jaguars eleganten Raubkatzen-Oldtimern?

Diejenigen, die weiter bei uns nach Jaguar Sportwagen und Limousinen vergangener Epochen stöbern möchten, empfehlen wir die folgenden ausführlichen Reportagen mit faszinierenden Bildergalerien:

  • Jaguar  XK 120 und XK 150 – die eleganten Oldtimer-Roadster und Coupés machten in der Nachkriegszeit Furore!
    .
  • Jaguar E Type – ein Foto-Porträt der englischen Sportwagen-Ikone der röhrenden 1960er-Jahre.
    .
  • Jaguar – klassische Sportwagen und Limousinen der feinen britischen Automarke mit der springenden Raubkatze.

im Bereich ‚Classic Cars & Bikes‘ unserer beliebten Reisefoto-Website Globetrotter-Fotos.de werden alle Oldtimer-Fans fündig. Versprochen!

Erleben Sie die eindrucksvollen Foto-Shows sämtlicher Jaguar-Typen, die wir als Oldtimer bislang mit unserer neugierigen Kamera auf der Strasse, bei Oldtimertreffen oder in Auto- und Technikmuseen ‘erwischt’ haben… Jaguars springende Raubkatzen in ihrer schönsten Form!

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Die Le Mans Erfolge 1955 – 1956 – 1957 – sind auf der XK 150 Heckklappe verewigt

Nach mehrjähriger Pause liess Jaguar 1996 unter Regie des Ford-Konzerns die emotionsgeladene Modellbezeichnung XK in Anlehnung an alte Erfolge wieder aufleben.

Aber… an die absoluten Design-Ikonen der damaligen Zeit kamen diese bis zum Jahre 2014 angebotenen, gänzlich anders konzipierten Modelle mit V 8 – Motor bei weitem nicht heran!

Der Jaguar XK 120 C oder auch Jaguar C-Type ‚Competition‘ für den Rennbetrieb.

Als besonderes Schmankerl für alle Freunde der Marke bieten wir hier noch Bilder des Rennwagens Jaguar XK 120 C. 

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Eine detailgetreue Rekreation des Jaguar XKC 003 des Baujahres 1951

Nachdem Jaguar Anfang der 1950er-Jahre mit dem Jaguar XKK 120 keine Rennerfolge mehr einfahren konnte, wurden drei neue Wettbewerbsfahrzeuge in Handarbeit erstellt. So entstand der legendäre Jaguar C-Type für Competition mit den Fahrgestellnummern XKC 001, XKC 002 und XKC 003 die gerade rechtzeitig zum grossen 24-Stunden-rennen von Le Mans 1951 fertig wurden.

Die drei C-Type Rennwagen lagen lagen vom Start an in Le Mans souverän in Führung. Zwei davon fielen während des Rennens mit Motorschaden aus, einer war der Jaguar-Werksfahrer Stirling Moss.

Peter Whitehead gewann dann mit dem verbliebenen Jaguar XKC 003 das Le Mans Rennen 1951 mit dem unglaublichen Vorsprung von 67 Meilen. Alle drei Wagen wurden in den folgenden Jahren im Werk zerlegt und existieren nicht mehr.

Das von uns auf der Bremen Classic Motorshow entdeckte Fahrzeug ist eine detailgetreue Rekreation des XKC 003, die bis auf die letzte Schraube nach Werkszeichnungen in fast zwanzigjähriger Arbeit, inklusive des aufwendigen Gitterrohrrahmens, aufgebaut wurde.

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Eine sogenannte ‚Toolroom Copy‘ des  Jaguars XK 120 C der englischen Firma Proteus Cars Ltd.

Von 1952 bis 1954 wurde eine Kleinserie von 53 Jaguar XK 120 C hergestellt. Noch erhalten gebliebene Originalwagen wurden in der Vergangenheit auf Auktionen zu schwindelerregenden Preisen aufgerufen. Da fällt ein Vergleich mit der ‚Blauen Mauritius‘ nicht schwer!

Die englische Firma Proteus Cars Ltd. fertigte über mehrere Jahre hinweg 220 Fahrzeuge im absolut exakten Nachbau des Jaguars XK 120 C als sogenannte ‚Toolroom Copy‘. Der von uns in der fantastischen Ausstellung der Erlebniswelt Autobau Bodensee in Romanshorn in der Schweiz fotografierte und unten abgebildete Jaguars XK 120 C entstammt dieser Serie.

Eine ‚Toolroom Copy‘ wird auch als Recreation, die Neuerstehung eines klassischen Fahrzeugs mit minimalsten Unterschieden zum Original bezeichnet.

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Ein Jaguar XKC oder auch Jaguar C-Type – ausgestellt in der Erlebniswelt Autobau Bodensee in der Schweiz

Im Focus… Recreationen des Jaguar XK 120 C als Zweisitzer für den Rennbetrieb, auch Jaguar C-Type für ‚Competition‘ genannt.

Britisches Sportwagen-Feeling in klassischen Roadstern und Coupés der puren, trockenen Art… ein grandioses Erlebnis!

British Sports Cars – Roadster und Coupés der feinen englischen Art!

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