Mercedes-Benz mit Heckmotor – 130 H und 170 H

1934… der Mercedes-Benz 130 H war der erste Heckmotorwagen des Unternehmens.

Wir zeigen die innovativen Heckmotorwagen der unteren Mittelklasse von Mercedes-Benz aus den 1930er-Jahren.

Mercedes-Benz 130 H

Eine super gepflegte Mercedes-Benz 130 H Cabrio-Limousine des Baujahres 1934

Zur Konzeption unserer Website Edle-Oldtimer.de gehört es, neben vielfach bekannten Oldtimern, auch Automobile aufzustöbern und vorzustellen, die weniger bekannt sind und auch zu ihren besten Zeiten nicht gerade die Hitlisten der damaligen Publikumslieblinge anführten.


Zu ihnen gehören auf alle Fälle die Heckmotor-Modelle von Mercedes-Benz, die nach der grossen Weltwirtschaftskrise zur Abrundung des Lieferprogramms des Unternehmens zur unteren Mittelklasse ab 1934 eingeführt wurden und heute als ausgesprochen seltene Zeitzeugen der damaligen Automobilbaukunst gelten. Firmenintern lief dieses Mercedes-Benz-Modell unter der Bezeichnung W 23.

Mercedes-Benz 130 H als Cabrio-Limousine und Limousine sowie der Mercedes-Benz 170 H als Cabrio-Limousine.

Mercedes-Benz 130 H

Mercedes-Benz 130 H auf dem Roadstertreffen in der Romantik Bad Rehburg im Landkreis Nienburg/Weser

Zuerst im Focus… eine perfekt restaurierte, zweifarbig lackierte Mercedes-Benz 130 H Cabrio-Limousine.

Wir beginnen mit dem Mercedes-Benz 130 H, der unter der internen Bezeichnung W 23 von 1934 bis 1936 in nur 4.297 Exemplaren hergestellt wurde.

Immerhin kam dieser Heckmotorwagen von Mercedes-Benz schon so etliche Jahre vor der Präsentation des ähnlich konzipierten KdF-Wagens, dem späteren Volkswagen Käfer, auf den Markt.

Er kann somit als Vorläufer der Heckmotorwagen auch anderer Automobil-Hersteller gelten, wie z. B. von Fiat und Renault der 1950er- und 1960er-Jahre.

Mercedes-Benz 130 H

Das Armaturenbrett und das Lenkrad des Mercedes-Benz 130 H mit nur wenigen Schaltern und Anzeigen

Der Mercedes-Benz 130 H – die hier gezeigte Cabrio-Limousine mit ihren zwei hinten angeschlagenen Türen und der eleganten Zweifarb-Lackierung ist uns bei einem Roadstertreffen in der Romantik Bad Rehburg nördlich von Hannover vor die Kameralinse gefahren.

Wie schön, dieses aussergewöhnliche Fahrzeug ausserhalb eines Auto- oder Technikmuseums zu entdecken und zu begutachten.

Mercedes-Benz 130 H

Der Motor des Mercedes-Benz 130 H im Heck des Wagens, ein Vierzylinder mit 1308 ccm und 26 PS

Der herausragend restaurierte und gepflegte Mercedes-Benz 130 H Oldtimer wurde uns voller berechtigtem Stolz vom Besitzer-Ehepaar aus Delmenhorst vorgestellt und erklärt.

Gerade weil die Mercedes-Benz Heckmotorwagen heute so selten auf Oldtimertreffen oder in den Automuseen Deutschlands zu sehen sind, war dieses perfekt gepflegte Fahrzeug stets von vielen neugierigen Oldtimerfreunden umlagert.

Mercedes-Benz 130 H

Mercedes-Benz 130 H – die Heckansicht im Stil der 1930er-Jahre

Heute würde man den Mercedes-Benz 130 H durchaus als Heckschleuder bezeichnen können.

Die Heckmotor-Konzeption des Mercedes-Benz 130 H ermöglichte eine gute Raumausnutzung sowie einen besonders guten Komfort durch den bestens gefederten Fahrgastraum zwischen den Achsen.

Beim autofreudigen Publikum der 1930er-Jahre kam der Mercedes-Benz 130 H allerdings nicht besonders gut an.

Besonders sein indifferentes Fahrverhalten mit möglichem Ausbrechen durch die hintere Pendelachse und der extremen Hecklastigkeit wurden häufig bemängelt, so wurden insgesamt  nur 4.297 Exemplare hergestellt.

Mercedes-Benz 130 H

Der Mercedes-Benz 130 H im Stil der damaligen Zeit macht auch von hinten einen guten Eindruck

Mercedes-Benz 130 H – ein kleiner technischer Steckbrief des Baumusters W 23:

Das neue Heckmotor-Konzept ermöglichte einen geräumigen Innenraum bei kompakten Außenmassen des Wagens.

  • Wassergekühlter Reihenvierzylinder-Ottomotor mit SV-Ventilsteuerung, dreifach gelagerter Kurbelwelle und Solex-Fallstromvergaser
  • Hubraum 1308 ccm – Bohrung × Hub 70 mm × 85 mm
  • Dauerleistung 26 PS (19 kW) bei 3000 min−1
  • Nenndrehzahl 3300 min−1, Geschwindigkeit 92 km
  • 3 Vorwärtsgänge, 1 Schongang, 1 Rückwärtsgang – Schongang synchronisiert
  • Lenkung – Zahnstangenlenkung
  • Hydraulische Trommelbremsen an allen vier Rädern
  • Kraftstoffverbrauch ca. 9–9,5 l/100 km
  • Gewicht des Fahrgestells 540 kg – Maximale Zuladung 350 kg
  • Spurweite 1270 mm – Radstand 2500 mm – Bodenfreiheit 170 mm
  • Länge 4045 mm – Breite 1520 mm – Höhe 1510 mm

Reihenmotor, Getriebe, Differenzial und Hinterachse bildeten beim Mercedes-Benz 130 H eine kompakte Einheit.

Der Mercedes-Benz 130 H als zweitürige Limousine, sie sehen ein gut erhaltenes, aber unrestauriertes Exemplar.

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Eine  unrestaurierte Mercedes-Benz 130 H Limousine in Grundmann’s Volkswagen Sammlung – Hessisch Oldendorf

Die Kleinstadt Hessisch Oldendorf zwischen Hameln und Rinteln in Niedersachsen gelegen, ist ein Mekka für Oldtimer-Fans.

Denn hier hat Traugott Grundmann neben einem piekfeinen Museum für die ausgesprochen seltenen und edlen Rometsch-Zweisitzer auf Volkswagen-Käfer Basis gemeinsam mit seinem Sohn auch eine Sammlung an Heckmotor-Volkswagen aufgebaut, die sich gewaschen hat.

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Die Mercedes-Benz 130 H Limousine in Hessisch Oldendorf – unrestauriert, aber gepflegt

In die in Fachkreisen weithin berühmten ‚Grundmann’s Volkswagen Sammlung‘ mit ihren vielen frühen Einzelstücken und Prototypen passt der Mercedes-Benz 130 H gut hinein, nimmt er doch die Konzeption des späteren VW-Käfers vorweg.

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Die Heckansicht der Mercedes-Benz 130 H Limousine – ganz im Stil der frühen 1930er-Jahre

Der Mercedes-Benz 170 H war die Weiterentwicklung des Mercedes-Benz 130 H und wurde von 1936 bis 1939 gebaut.

Gegenüber dem Vorgängermodell 130 H hatte der Mercedes-Benz 170 H mit der internen Bezeichnung W 28 nicht nur einen grösseren Motor mit 1.697 ccm und einer Leistung von 38 PS, sondern war auch etwas breiter und länger.

Damit sollte die bekannte Hecklastigkeit des Wagens verringert werden, was durch ein weiterhin indifferentes Fahrverhalten eher weniger gelang.

Gegenüber dem parallel produzierten  und gleich starkem Mercedes-Benz Modell 170 V mit Frontmotor und Heckantrieb war das Modell 170 H luxeriöser ausgestattet, aber auch teurer.

Durchgesetzt am Markt hatte sich sich dann auch der Mercedes-Benz 170 V mit seinem Frontmotor.

Mercedes-Benz 170 H und Mercedes-Benz 170 V – Heckmotor versus Frontmotor mit Heckantrieb.

Mercedes-Benz 170 H

Eine Mercedes-Benz 170 H Cabrio-Limousine mit geteilter Scheibe und schicker Zweifarb-Lackierung

Die hier gezeigte Cabrio-Limousine des Mercedes-Benz 170 H mit ihrer Zweifarb-Lackierung in Taubenblau mit schwarzen Kotflügeln ist prominent im herausragenden Technikmuseum in Speyer ausgestellt – ein absolutes Oldie-Schmuckstück!

Mercedes-Benz 170 H

Der Mercedes-Benz 170 H im herausragenden Technikmuseum von Speyer

Klassische Mercedes-Benz Oldtimer bei uns auf Edle-Oldtimer

In der Oldtimer-Szene haben die Fahrzeuge  mit dem berühmten Stern aus den Mercedes-Benz Fabriken einen ausgesprochen hohen Stellenwert.

Hier auf Edle Oldtimer.de stellten wir neben einem MB-Reisebus der 1950er-Jahre und einer parade an knallroten Feuerwehr-Autos mit dem Stern bislang nur die erlesenen Achtzylinder der 1930er-Jahre vor. Have a look:

So richtige Mercedes-Benz Oldtimer-Enthusiasten besuchen auch unsere weiteren Bildergalerien der ältesten Automarke der Welt – mit zahlreichen, brillanten und exklusiven Oldtimer-Fotos

in eindrucksvoller, grosser Darstellung und hoher Auflösung auf unserer beliebten Reisefoto- und Technik-Website Globetrotter-Fotos.de.

Auto-Veteranen hautnah – faszinierende Ansichten klassischer Oldtimer-Automobile.

Das breite Foto-Spektrum an Oldtimern von Mercedes-Benz auf Globetrotter-Fotos.de und Edle-Oldtimer.de.

Mercedes-Benz 170 H

Auch das Heck mit seinen Lüftungsschlitzen sieht beim Mercedes-Benz 170 H anders aus als beim 130 H

Aufregende Oldtimer-Träume in Lack und Chrom von Mercedes-Benz – von 1885 bis in die 1980er Jahre.

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Die schier unglaubliche Fülle an unterschiedlichen Modellen, die dieser berühmten Automobil-Herstelers aus Stuttgart in seinen ersten 100 Jahren auf den Markt brachte, ist in diesem umfangreichen Werk nicht nur chronologisch aufgelistet, sondern ausführlich beschrieben und mit über 840 zeitgenössischen Bildern reich illustriert.

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