Automobile und Motorräder mit Wankelmotor

Kreiskolben- oder auch Wankelmotoren – eine geniale Fehlentwicklung oder neue Chance?

Die Wankel-Fahrzeuge… NSU Spider – NSU RO 80 Limousine – Mazda RX 7 – Mercedes-Benz c 111 – Hercules W 2000

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Ein Kreiskolben-Rotationsmotor nach dem Wankel-Prinzip im Querschnitt – erfunden von Felix Wankel

Automobile von NSU, Mazda und Mercedes-Benz sowie ein Hercules-Motorrad mit Wankelmotoren!

Die Idee zu einer  Retrospektive von Fahrzeugen mit diesem, von Felix Wankel erdachten, alternativen Motorenkonzept bewegt uns schon länger.

Jetzt haben wir – nach mehreren Entdeckungen unter anderem in verschiedenen Automuseen – auch das passende Bildmaterial dafür.

Besonders gern denken wir voll beeindruckt an die Erzählung eines Arbeitskollegen zurück, als dieser Anfang der 1970er-Jahre eine Zeit lang einen NSU RO 80 als Leihwagen fahren durfte.

Er schwärmte danach überschwenglich über den turbinenartig ruhigen Lauf und die satt abrufbare Leistung des Zweischeiben-Wankelmotors mit seinen 115 PS der geräumigen NSU-Limousine.

Diese beiden Eigenschaften stellten die Fahrleistungen und das Fahrgefühl unserer roten BMWs des Baujahres 1970, die wir Beide damals fuhren, auch wegen des strömungsgünstigen Designs des NSU RO 80 weit in den Schatten.

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Der NSU Wankel Spider – dieses Mal aufgespürt im sehenswerten Automuseum Melle bei Osnabrück

Felix Wankel – 1902 bis 1988 – war nicht nur ein guter Kaufmann, sondern auch ein begnadeter Techniker.

Was wir jetzt über seine persönliche Vergangenheit in den 1920er Jahren und in der NS-Zeit gelesen haben, war allerdings eher von der ganz unappetitlichen Art. Das wollen wir nicht weiter breit treten und lassen es einfach weg.

Technisch fühlte sich Felix Wankel durch keine Lehrsätze beengt. Beim Hubkolbenmotor missfielen ihm die auf- und ab stampfenden Kolben sowie die Kurbelwellen.

Sein Geniestreich als Konstrukteur bestand darin, ein vorher noch nicht erfundenes Umlaufsystem mit neuartiger Gasabdichtung zu schaffen.

Ein dreiecksförmiger Läufer in einem gleichfalls rotierenden Gehäuse ergab so ein viertaktendes Arbeitsspiel.

Der Motorenbau nach diesen Prinzipien wurde in den 1960er- bis Anfang der 1970er-Jahre unter Federführung von NSU von verschiedenen Unternehmen voran getrieben.

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Das Einscheiben-Wankel-Aggregat im Heck des NSU-Wankel-Spiders

Aus dem pfiffigen kleinen NSU Sportprinz wurde der offene NSU Spider mit den ersten Wankelmotor!

Im Januar 1960 wurde der Kreiskolbenmotor, allerdings mit stillgelegtem Gehäuse, auf einer VDI-Versammlung im Deutschen Museum München erstmals vor Fachleuten und Presse präsentiert.

Der erste praxistaugliche Kreiskolbenmotor  – ab nun Wankelmotor oder auch Rotationskolbenmotor genannt – wurde dann im gleichen Jahr  in einem umgebauten NSU Prinz vorgeführt.

Die Vorzüge des Wankelmotors gegenüber dem Kolbenmotor:

  • Hohe Leistungskonzentration auf kleinem Raum
  • Einfachheit – kein Kurbeltrieb, keine Ventile
  • Vibrations- und geräuscharmer Lauf

Seine nicht ganz unbedeutenden Nachteile:

  • Der unökonomisch wirkende Brennraum mit der Folge eines deutlich höherem Spritverbrauchs

Der finanzielle Erfolg der Erfindung Felix Wankels wurde schnell durch Lizenznehmer in der ganzen Welt, wie z. B. Mercedes-Benz, General Motors und Toyota, abgesichert, hielt aber nicht lange stand.

NSU Wankel Spider

Das Cockpit und der Fahrgastraum des NSU Wankel Spiders

NSU-Oldtimer mit Wankel-Kreiskolbenmotoren – der NSU Wankel Spider und die NSU RO 80 Limousine.

Vom NSU Sportprinz wurde der offene NSU Spider als Versuchsträger mit einem Einscheiben-Wankelmotor abgeleitet und auf der IAA 1963 vorgestellt.

Dieser kleine, zweisitzige Flitzer war das erste mit einem Wankelmotor produzierte Personenfahrzeug weltweit, es ging 1964 in die Serienfertigung.

Bis zum Produktionsende im Jahre 1967 wurden 2.375 NSU Wankel-Spider hergestellt. Sein Steckbrief mit einigen Technik-Details:

Karosserie und Fahrwerk

  • Selbsttragende Ganzstahl-Karosserie
  • Hecktriebblock, Motor hinter, Getriebe vor der Hinterachse
  • Vorderrad-Aufhängung – Doppel-Querlenker, Schraubenfedern, Stabilisator
  • Hinterrad-Aufhängung – Pendelachse, Querlenker, Schraubenfedern
  • Zahnstangenlenkung – hydraulische Scheibenbremsen vorn, Trommelbremsen hinten

Wankelmotor und Getriebe

  • Motor – Einscheiben-Kreiskolbenmotor, ein Flachstrom-Vergaser Solex
  • Kammerinhalt 500 ccm – Leistung 50 PS bei 6.000 U/min
  • Viergang-Getriebe – syncronisiert mit Mittelschaltung

Abmessungen und Fahrleistungen

  • Radstand 2.018 mm – Spur vorn 1.246 mm, hinten 1227 mm
  • Gesamtmaße – Länge 3.580 – Breite 1.520 – Höhe 1.260 mm
  • Gewicht 700 kg – zulässiges Gesamtgewicht 950 kg
  • Beschleunigung 0-100 kmh 16 sec – Höchstgeschwindigkeit 152 kmh
  • Verbrauch/100 km – 10 Liter Normalbenzin

Der Einscheiben-Kreiskolbenmotor von 497,5 ccm Hubraum mit 50 PS im Wagenheck war ausgesprochen drehfreudig und bei hohen Drehzahlen im Vergleich zu anderen Triebwerken mit Kolbenmotoren ausgesprochen laufruhig.

Der NSU Ro 80 – die Stilikone der automobilen 1960er- und 1970er-Jahre

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Die viertürige Limousine der gehobenen Mittelklasse mit dem neuartigen Zweischeiben-Wankelmotor… der NSU Ro 80.

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Ein NSU RO 80 – fabrikneu ausgestellt im Deutschen Technikmuseum Berlin

Die wahre Krönung des NSU-Fahrzeugbaus war der, für die damalige Zeit, futuristische NSU RO 80.

Seiner Zeit weit voraus war der NSU RO 80… ein elegantes Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse, der mit einem Zweischeiben-Wankelmotor auf den Markt kam. Offiziell vorgestellt wurde der NSU Ro 80 dann auf der 43. IAA in Frankfurt im September 1967.

Dabei verfügte der NSU Ro 80 über eine konsequent aerodynamisch und keilförmig gestaltete Karosserie mit flacher Frontpartie, tiefer Gürtellinie und hochgezogenem Heck mit einem enorm günstigen cW-Wert von 0,35.

Die Fahrleistungen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 180 kmh und großzügige Platzverhältnisse durch einen langen Radstand und eine grosse Innenraumbreite entsprachen dabei durchaus den Fahrzeugen der damaligen deutschen Oberklasse mit dem Stuttgarter Stern.

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Die Heckansicht des NSU RO 80 – Deutsches Technikmuseum Berlin

Wie jeder auf den beiden Fotos des fabrikneuen Wagens in Deutschen Technikmuseum Berlin schnell erkennen kann, wäre die absolut gelungene, strömungsgünstige Karosserieform auch heute wohl noch gut verkäuflich.

Stilprägend war die RO 80 Karosserie auf alle Fälle bis in die heutige Zeit hinein. Und…das auch noch nach über fünfzig Jahren!

Die volle, diffizile Technik des NSU Zweischeiben-Wankelmotors KKM 612 zeigt dann das neue Buch ‚NSU Ro 80‘.

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Der Querschnitt des Zweischeiben-Wankelmotors des NSU RO 80 im leider nicht mehr existierenden Automuseum Asendorf

 Die NSU-Automobile mit Wankel-Kreiskolbenmotor… NSU Wankel Spider und NSU RO 80

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Der turbinenartig leise laufende NSU-Zweischeiben-Kreiskolbenmotor mit 115 PS – siehe Abb. unten – wurde auf der einen Seite gerühmt, war aber während der gesamten Verkaufszeit bis Mitte 1977 nie richtig ausgereift – so waren die Dichtleisten-Defekte legendär.

Auf Kulanz wurden zeitweise bis zu 30 Prozent der NSU RO 80 Motoren ausgetauscht, oft auch dann, wenn sie durchaus in Ordnung waren.

Insgesamt beeinträchtigte diese aus unterschiedlichen Gründen fortwährende Misere des RO 80-Motors das Image des Wankel-Prinzips sehr.

Hinzu kam auch noch der verhältnismässig hohe Spritverbrauch. Nur 37.406 Exemplare des NSU RO 80 wurden produziert, er blieb ohne Nachfolger.

Trotz allem sind die Wankel-NSU heute gesuchte Oldtimer, wir haben inzwischen auch etliche von ihnen mit unserer neugierigen Kamera erwischt – vom Scheunenfund bis zum – hier präsentierten – unbenutzten Museumsstück!

Unser ausführlicher Fotobeitrag… NSU Automobile – innnovative Fahrzeugtechnik vom NSU Prinz bis zum NSU Ro 80.

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Der NSU Ro 80 und ein komplettes Wankel-Antriebsaggregat im Automuseum Nordsee

Mazda machte den Wankelmotor in den Modellen Mazda RX-7 und RX-8 drehzahlfest.

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Nachdem NSU unter neuer Regie des Volkswagen-Konzerns die Weiterentwicklung des Wankelmotors schon 1975 aufgegeben hatte und auch Mercedes-Benz seine Wankel-Versuche mit dem Concept-Car und Technologieträger C-111 beendete, blieb nur ein Autohersteller dem Drehscheiben-Motor nach dem Wankelprinzip noch recht lange treu – die innovative Firma Mazda im fernen Japan.

Obwohl die Zeit des Wankelmotors bei uns in Europa schon langsam zu Ende ging, hatte Mazda bis zum Jahre 1978 in fast jedem Modell wahlweise auch Wankelmotoren im Angebot.

Die notwendige Standfestigkeit des Zweischeiben-Wankelmotors wurde bei Mazda dann tatsächlich erreicht und auch der Benzinverbrauch gedrückt. Allerdings lag dieser aber immer noch um etwa 30 Prozent über dem von vergleichbaren Ottomotoren.

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Das Mazda RX-7 Turbo II Cabriolet des Baujahres 1991mit Zweischeiben-Wankelmotor und 200 PS – im Weserbergland fotografiert

Ein grosser Erfolg wurde der Sportwagen Mazda RX-7, der von 1978 bis 2002 gefertigt wurde.

Der Mazda RX-7 lehnte sich formal stark an den erfolgreichen Mazda MX-5 an und wurde als Coupé und Cabriolet von 1978 bis 2002 von Mazda angeboten.

Wir zeigen diesen Mazda Sportwagen als RX-7 Turbo II mit dem 200 PS  Zweischeiben-Wankelmotor von 1991 sowie eine erfolgreiche Rennsportausführung des Mazda RX-7 als Gruppe 2 Tourenwagen mit 250 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 250 kmh.

Etliche beachtliche Sporterfolge wurden seinerzeit mit diesem leistungsfähigen und ausgesprochen gut liegendem Mazda RX-7 erkämpft.

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Der 200 PS Zweischeiben-Wankelmotor des Mazda RX-7 Turbo II Cabriolets von 1991

Sein formschöner Nachfolger, der Mazda RX-8 wurde von 2002 bis 2012 gebaut, bis ihm die strengen Abgasnormen, wie die EURO 5, den Garaus machten.

Das – leider hier noch nicht gezeigte – zweisitzige Coupé mit seinem Zweikammer-Wankelmotor des Mazda RX-8 leistete 192 bzw. ab 2009 sogar 231 PS.

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Mazda RX-7 – ein erfolgreicher Gruppe 2 Tourenwagen mit 250 PS – Automuseum Fichtelberg

Mercedes-Benz C 111 – ein Concept Car und Experimental-Fahrzeug mit Wankelmotor.

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Mercedes-Benz arbeitete bereits seit 1961 mit einer NSU-Lizenz an einem eigenen Wankelmotor, der dann 1969 im Prototyp C 111 eines revolutionären Super-Sportwagens dem begeisterten Publikum präsentiert wurde.

1969 und 1970 entstanden allerdings lediglich insgesamt zwölf Exemplare der von Joseph Gallitzendörfer und Bruno Sacco gestalteten ‚Flügeltürer‘ in zwei verschiedenen Karosserie-Ausführungen.

Ab 1975 wurde die Wankel-Technik bei Mercedes-Benz aus verschiedenen Gründen dann nicht mehr weiter verfolgt.

Typisch war übrigens die auffällige Lackierung der Prototypen in dem hellen Goldton ‚Weißherbst‘, wie er auch auf unseren Aufnahmen zu sehen ist.

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Das Concept-Car Mercedes-Benz C 111, Version II, des Baujahres 1970 mit Vierscheiben-Wankelmotor

Der erste Mercedes-Benz C 111 mit einer Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff, bestückt mit einem Dreischeiben-Wankelmotor mit Benzineinspritzung als Mittelmotor, wurde 1969 fertiggestellt.

Der heute bekannteste und oftmals auf Motorshows und Ausstellungen gezeigte Mercedes-Benz C 111 der Version II wurde im März 1970 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Genf vorgestellt.

Der von uns auf der Bremen Classic Motorshow fotografierte Mercedes-Benz C 111 gehört zum Bestand des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart-Untertürkheim.

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Das Concept-Car Mercedes-Benz C 111, Version II, des Baujahres 1970 – fotografiert auf der Bremen Classic Motorshow

Entgegen seiner ersten Ausführung besass der Mercedes-Benz C 111 in Version II einen Vierscheiben-Wankelmotor der KE-Serie mit einem Radius von 99 mm, einer Mantelbreite von 75 mm und einer Exzentrizität von 15 mm.

Das Kammervolumen des Saugmotors mechanischer Benzin-Direkteinspritzung betrug rund 600 ccm bei einem Arbeitsvolumen von 4,8 Litern und hatte eine Verdichtung von 1:9,3.

Das maximales Drehmoment von 433 Nm erreichte die Maschine bei 5000/min. Mit einer Leistung von 350 PS bei 6000/min erreichte der Mercedes-Benz C 111 eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 290 kmh.

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Das Concept-Car Mercedes-Benz C 111, Version II, des Baujahres 1970 – die Heckansicht

 Das Motorrad mit Einscheiben-Wankelmotor… Hercules W 2000 – genannt ‚Staubsauger‘.

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Aufgrund günstiger Einbaumaße und geringen Gewicht des Wankelmotors, lag es nahe, diesen auch in Motorräder einzubauen.

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Ein Hercules W 2000 Motorrad der ersten Serie ab Baujahr 1974 – Nostalgie-Museum Syke-Okel

Neben Suzuki, die von 1975 bis 1978 die Suzuki RE 5 als teures Topmodell fertigten, begeisterte sich in Deutschland die Firma Hercules für das Kreiskolbenprinzip und brachte im September 1974 das Wankel-Motorrad Hercules W 2000 auf den Markt.

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Ein Hercules W 2000 Motorrad der ersten Serie ab Baujahr 1974 – ausgestellt im leider nicht mehr existierenden Automuseum Asendorf

Das deutsche Motorrad mit Wankelmotor, die wichtigsten Kenndaten der Hercules W 2000 der Bauzeit 1974 bis 1979:

  • Hersteller – Nürnberger Hercules Werke GmbH
  • Bauart – Naked Bike
  • Einscheiben-Kreiskolbenmotor  – System NSU-Wankel mit Gebläsekühlung
  • Kammer 294 ccm – max. Drehmoment 35 Nm bei 4.500 U/min.
  • Rotax 6-Gang-Getriebe – Kettenantrieb – Ölbadkupplung – Kickstarter
  • Leistung 27 PS/20 KW bei 6.000 U/min – Höchstgeschwindigkeit 140 kmh
  • Leergewicht 176 Kg
  • Normverbrauch 6,5 Liter/100 km
  • Produktionszeitraum – 1974 bis 1979
  • Gefertigte Stückzahl – ca. 1.800, überwiegend für den weltweiten Export

Wegen der Form des gewaltigen Kühlgebläses wurde die Hercules W 2000 in der Szene gerne auch ‚Staubsauger‘ genannt.

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Der Einscheiben-Wankelmotor der Hercules W 2000 in Staubsauger-Form – Museum Fichtelberg

Ähnlich wie bei den NSU-Wankel-Automobilen gab es anfangs enorme Schwierigkeiten mit der Zuverlässigkeit des Motors, was letztendlich das ganze Motorprinzip des Wankels für Zweiräder in Verruf brachte und schnell auch in Frage stellte.

In der zweiten Generation ab Baujahr 1977 wurden mit der Hercules Wankel 2000 Injection – siehe unteres Bild – erhebliche Verbesserungen eingepflegt, unter anderem auch die Getrenntschmierung.

Trotzdem war dann 1979 Schluss mit Lustig, das Wankel-Experiment bei Hercules war zu Ende.

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Eine Hercules W 2000 der zweiten Generation ab Baujahr 1977, ausgestellt im Automuseum Fichtelberg

Die Wankel-Fahrzeuge… NSU Spider – NSU RO 80 Limousine – Mazda RX 7 – Mercedes-Benz c 111 – Hercules W 2000

Die von uns fotografierten Hercules W 2000 Maschinen hatten wir in verschiedenen Auto- bzw. Motorrad-Museen aufgespürt.

Trotz der jeweils engen Räumlichkeiten, glauben wir, Ihnen hier einen recht ordentlichen Eindruck dieses Ausnahme-Motorrades geben zu können.

Heute sind noch ungefähr 120 Maschinen des Typs Hercules W 2000 in Deutschland zugelassen, gut erhaltene Maschinen mit intaktem Wankelmotor sind in der Motorradszene begehrte Oldtimer, die auch schnell mal 10.000.- Euro kosten können.

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Diese Hercules W 2000 der zweiten Generation ab Baujahr 1977 ist im Automuseum Nordsee in Norddeich zu bewundern

Neue Aussichten für den Wankelmotor, als Range-Extender oder Plug-in Hybrid für Elektoautos?

Aufgrund der derzeitigen CO 2 und er Klimaschutz-Debatte um alternative Antriebe sind reine Elektrofahrzeuge ganz stark im kommen.

Die tatsächlich erreichbaren Reichweiten durch die heutige eingesetzten Batterie-Technik sind zum Teil noch ziemlich begrenzt.

Range-Extender genannte, sparsame und laufruhige Verbrennungsmotoren gelangen deshalb neuerdings bei den BEVs einiger japanischen Hersteller als sogenannte Reichweiten-Verlängerer zum Einsatz.

Wegen seines geringen Platzbedarfs und der grossen Laufruhe kommt dabei jetzt auch bei Mazda wieder der Wankelmotor ins Gespräch.

Nach elfjähriger Wankel-Abstinenz brachte Mazda den MX-30 Skyactiv R-EV Makoto im Februar 2023 auf den deutschen Markt.

Gegenüber dem reinen Elektroauto MX-30 mit vergleichsweise sehr geringer Reichweite erzeugt der MX-30 R-EV mit einem 75 PS Einscheiben-Wankelmotor über einen Generator Strom für den E-Motor.

Mazda nennt die Arbeitsweise seines MX-30 Skyactiv R-EV auch ’seriellen Plug-in-Hybrid‘, mit ihm sollen längere Fahrten dann ohne Ladestopp absolviert werden können.

Mal sehen, welche Überraschungen wir im Wankel-Bereich also noch erleben dürfen!

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Eine Hercules W 2000 GS – nur zwei dieser Motorräder für den Geländesport  wurden gefertigt

Weitere Fotos und Informationen über Automobile und Motorräder mit Wankelmotoren.

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Wegen des ausgesprochen komplexen Themas ‚Wankel‘ und unserem begrenzten Platz hier auf Edle-Oldtimer.de, können wir Ihnen leider nur einen groben Überblick mit einigen prägnanten Fotos zeigen.

Auf unserer Reisefoto- und Technik-Website Globetrotter-Fotos.de bieten wir aber für Fans der NSU-Automobile den ausführlichen Beitrag mit authentischer Bildergalerie

Das Fahrzeugmuseum mit der umfassendsten Wankel-Abteilung in ganz Deutschland soll das

sein. Dieses haben wir bislang noch nicht besuchen können, der direkte Link zur Website des Museums bietet aber alle nötigen Besucherinformationen. Auf der Website der

kommen dann die Motorradfans voll auf ihre Wankel-Kosten… bis ins allerletzte Detail.

Klassische Automobile und Motorräder aller Epochen – Kraftfahrzeuge à la Carte.

Unsere Empfehlung – das Buch zum Thema… NSU RO 80 und der Wankelmotor!

Unsere Literatur-Empfehlung zum Thema NSU RO 80 und der Geschichte des Wankelmotors für alle Leser von Edle-Oldtimer.de!

Dieter Korp
NSU Ro 80
Die Geschichte des Wankelmotors

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NSU RO 80 – die Geschichte des Wankelmotors

ISBN – 978-3-613-04648-1
264 Seiten, 300 Bilder
Format – 230mm x 265mm, gebunden
Verkaufspreis – 49.90 €

Der NSU Ro 80… ein Automobil, das wie kein zweites die Utopie der 1960er-Jahre symbolisiert.

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One Response to Automobile und Motorräder mit Wankelmotor

  1. Herren.

    Ich suche Hilfe bei der Entwicklung eines neuen Wankelmotors mit den Ideen des Projekts “ BRUNTOR „.

    Die drei wichtigsten Ideen des Wankelmotorprojekts “ BRUNTOR “ sind folgende.

    Die neue BRUNTOR GASVERTEILUNG mit ihren kleinen Anschlüssen mit sehr einheitlicher Oberfläche Eine reduzierte Reduzierung beseitigt alle Probleme der peripheren Abdichtung des Rotors und reduziert das Geräusch der Evakuierung von verbrannten Gasen.
    ======================================================== Die neue SEITLICHE ABDICHTUNG DES BRUNTOR ROTORs verbessert die Dichtigkeit des Kurbelgehäuses. ======================================================== Die Idee NEUES DESIGN FÜR ROTOR VERTIKALE wurde bereits umgesetzt, um das periphere Dichtigkeitsproblem zu beseitigen, das seinen Ursprung in der riesigen Auslassöffnung des SACHS Wankelmotors hat.
    Obwohl diese Idee im BRUNTOR-Projekt nicht notwendig ist, um eine dauerhafte Abdichtung zu gewährleisten, wird diese Idee in die Praxis umgesetzt, um die Fliehkraftverschiebung der Rotorscheiteldichtungen und damit den Verschleiß zu reduzieren. ======================================================== Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und liebe Grüße: BRUNO. ======================================================== BRUNTOR. BRUNO-ROTOR. ELIAS BRUNO RIBEIRO. ========= =============== =====================
    Phantasie kann Wissen schaffen, aber
    Wissen kann die Vorstellungskraft einschränken. ==========================================
    ========================================================

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