Der 1968er Opel GT… der erste Sportzweisitzer der damaligen deutschen GM-Tochter.
Der Opel GT und seine würdigen und besonders agilen Nachfolger Opel Speedster und Opel GT Roadster.

Ein roter Opel GT wird bei der Einfahrt zum Oldtimertreffen in Neustadt am Rübenberge begrüsst
‚Nur Fliegen ist schöner!‘ – der Opel GT gilt wegen seiner Linienführung bis heute als ‚die Baby-Corvette‘.
Das Design des 1968er Opel GT war richtig stark an das attraktive Äussere der Chevrolet Corvette Stingray angelehnt.
Mit dem von 1968 bis 1973 angebotenen Opel GT und dem schnell zum geflügelten Wort gewordenen ‚Nur Fliegen ist schöner!‚ polierte die Adam Opel AG als GM-Tochter aus den USA ihr vorheriges Image als Marke für eher biedere Fahrzeuge ganz erheblich auf.

Opel GT – nur Fliegen ist schöner
Dabei kam die gesamte Technik für diesen flotten Zweisitzer natürlich aus der Opel-Großserie, die formschöne Stahl-Karosserie im nachempfundenen Coke Bottle Design wurde dagegen aus Kapazitätsgründen von französischen Firmen dazu geliefert.
So wurden die Blechteile und der Innenraum dann bei Chausson sowie Brissonneau & Lotz gefertigt. Bodengruppe, Fahrwerk sowie der 60 PS 1,1-Liter-Reihenmotor stammten dagegen vom Opel Kadett B.
Den wahlweise erhältlichen 1,9-Liter-Motor mit seinen 90 PS steuerte dann der Opel Rekord C bei. Und… die Endmontage fand dann im Opelwerk Bochum statt.

Die Frontpartie des Opel GT mit den typischen Klappscheinwerfern zeigt uns… nur Fliegen ist schöner!
Der 68er Opel GT… das Pendant zur Chevrolet Corvette C 3 von der damaligen deutschen GM-Tochter.
Die Skala des Rundtachos im Cockpit beider Varianten des Opel GT wies als Endmarke jeweils 240 kmh aus, was sogar die 1,9-Liter-Ausführung mit seinen 90 PS einer Vmax von etwa 185 kmh längst nicht erreichte.
Besonders die Besitzer des 60 PS Modells waren von diesem Image fördernden Feature als eingebauter Neidfaktor für ihre Nachbarn aber besonders dankbar.
Trotzdem wurde der 60 PS GT wegen mangelnder Nachfrage nach einer Fertigung von nur 3.573 Stück bereits 1970 eingestellt.
Es waren die Kotflügelschwünge und die Klappscheinwerfer der flachen, so sportlichen Karosserie im von der Corvette bekannten Coke-Bottle Design, die dann die Begeisterung beim nicht nur deutschen Publikum hervor rief.

Opel GT – nur Fliegen ist schöner
Der 68er Opel GT… das Pendant zur Chevrolet Corvette C 3 Stingray von der damaligen deutschen GM-Tochter Opel.
Ab 1971 ergänzte der Opel GT/J (Junior) das Lieferprogramm. Er war eine spartanischer ausgestattete, günstigere Version des 1900ers, die gezielt jüngere Käufer ansprechen sollte.
Der Opel GT wurde übrigens in erheblichem Maße auch in die USA exportiert. Dort wegen der deutlichen Familien-Ähnlichkeit als ‚Baby-Corvette‘ tituliert, liess uns diesen kleinen Opel-Oldtimer-Sportler hier als ergänzenden Vergleich zur Corvette C 3 Stingray vorstellen.
Das Produktionsende des Opel GT wurde vor allem durch neue US-Sicherheitsbestimmungen, speziell im Bereich der Stoßstangen, sowie durch das Auslaufen der Verträge mit den französischen Karosseriebauern im Jahre 1973 eingeläutet.
Die Werbung für den Opel GT versprach damals vollmundig ‚Nur Fliegen ist schöner‚, was zum geflügelten Wort wurde.

Die Silhouette des Opel GT – die ‚Baby-Corvette’ im ‚Coke-Bottle-Design‘ nach dem Vorbild der Chevrolet Corvette C 3 Stingray
Ein kleiner, aber detailreicher Technik-Steckbrief des Opel GT. Technik, die begeistert, nur Fliegen ist schöner!

Dieser Opel GT ist mit BBS-Felgen und Breitreifen sowie Sonnenschutz-Lamellen am Heckfenster ‚gepimt‘
Die Historie des Mittelklasse-Wagens ‚Olympia‘ aus dem Portfolio der Adam Opel AG in Rüsselsheim.
Für das frühere Erfolgsmodell Opel Olympia und heutigen geliebten Oldtimer erstellten wir hier auf Edle-Oldtimer.de bereits ein ausführliches Foto-Porträt.
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Weitere Präsentationen von Opel Oldtimer-Fahrzeugen sind in der Pipeline und werden bald hier auf Edle-Oldtimer.de veröffentlicht.
Opel Olympia‘ – das frühe Opel-Erfolgsmodell Olympia von 1936 bis 1957 im Wandel der Zeit.

Opel GT – nur Fliegen ist schöner
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Opel – der bedeutende deutsche Automobil-Hersteller robuster Alltags-Fahrzeuge im Wandel der Zeit.

Dieser weisse Opel GT ist im erstklassigen Automuseum EFA Mobile Zeiten in Amerang nahe des Chiemsees zu bewundern
Der Opel Speedster
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Der von 2001 bis 2005 angebotene Opel Speedster basierte in Grundzügen auf der Lotus Elise der Serie 2.

Der von 2001 bis 2005 angebotene Opel Speedster basierte auf der Lotus Elise – hier in ‚knallgelb‘ mit der Kamera erwischt
Der Opel Speedster als puristischer, zweisitziger Mittelmotor-Sportwagen stand dem Unternehmen Opel gut zu Gesicht!
Der Opel Speedster wurde von März 2001 bis Juli 2005 im Lotus Werk im englischen Hethel unter der werksinternen Bezeichnung Lotus Type 116 auf Basis des verlängerten Elise-Chassis der Serie 2 gefertigt.
Es teilte viele technische Grundlagen mit der Lotus Elise, hatte jedoch eine unverwechselbare, nur 1,11 Meter hohe Karosserie.
Das Mittelmotor-Layout mit Heckantrieb sorgte für eine perfekt ausgewogene Gewichtsverteilung. Die schmale 175er Vorderbereifung wurde ab Werk gewählt, um das Fahrverhalten im Grenzbereich durch leichtes Untersteuern zu entschärfen.

Der Opel Speedster ab Februar 2003 mit dem 200 PS 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor Z20LET aus dem Astra G OPC
Der Opel Speedster verzichtete dabei fast vollständig auf Komfortausstattung, Dämmmaterial oder elektronische Fahrhilfen wie ESP und Traktionskontrolle, was zu einem Leergewicht von unter 900 bis 930 kg führte.
Ziel der Konstruktion war eben ein radikaler Leichtbau für maximalen Fahrspass,
Dabei stammte der Reihenvierzylinder-Ecotec-Motor mit 2.198 ccm Hubraum des Speedster aus dem Opel Großserien-Regal.

Sportlich, sportlich und ‚knallgelb‘… auch die Heckansicht des Opel Speedsters konnte sich sehen lassen
Die Maschine leistete 147 PS und war wie bei der Lotus Elise quer vor der Hinterachse als Mittelmotor installiert. Fahrleistungen wie eine Beschleunigung von 0 bis 100 kmh in 5,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 217 kmh waren das Ergebnis.
Alternativ wurde für den Opel Speedster ab 2003 auch eine 200 PS Zweiliter-Turbo Variante mit der Z20LET Maschine aus dem Astra G OPC angeboten.
die mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 kmh in 4,7 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 243 kmh die Fahrleistungen des Saugmotors noch toppte.

Der 2.198 ccm Reihenvierzylinder-Ecotec-Motor des Opel Speedster – links ist der winzige ‚Kofferraum‘ zu entdecken
Die britische Opel-Schwester Vauxhall vermarktete dieses Modell dann als Vauxhall VX 220.
Badge Engineering vom Feinsten! Damals war General Motors auf den internationalen Märkten eben noch sehr kreativ.
Insgesamt verliessen von März 2001 bis Juli 2005 7.207 Speedster die Lotus-Werkshallen.

Die Seitenansicht des Opel Speedsters vor dem ‚Mini-Facelift‘ vom Februar 2003 – Roadsterstreffen Romantik Bad Rehburg
Der Opel GT Roadster war dem Saturn Sky wie aus dem Gesicht geschnitten.
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Opel GT Roadster und Saturn Sky – Badge Engineering mit der gemeinsamen GM Kappa-Plattform… vom Allerfeinsten!
Vor rund zwanzig Jahren waren die Fahrzeuge von General Motors auf den internationalen Märkten noch wesentlich besser präsent als heute.
Auch die damalige deutsche GM-Tochter Opel profitierte von der gemeinsamen GM Kappa-Plattform… Motor vorne, Antrieb hinten.
So stellte Opel 2007 den Opel GT Roadster vor. Im General Motors-Werk in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware wurde dieser flache Sportler produziert, der eigentlich aber doch ein Saturn Sky geblieben ist.

Der Opel GT Roadster der Bauzeit 2007 bis 2009 war nahezu baugleich mit dem Saturn Sky
Wie auf unseren Fotos gut zu erkennen ist, wurden zwar an der Front des Opel GT im Lampenbereich einige winzige Retuschen vorgenommen, die hintere Ansicht entsprach dagegen voll dem Saturn Modell.
Motorseitig war der Opel GT Roadster mit einem 2,0-Liter-Turbo-Ecotec-Vierzylindermotor mit einer Leistung von 264 PS bei 5.300/min ausgestattet, der vom 2,2-Liter-Motor Z22SE, L61 aus dem Opel-Großserien-Regal abgeleitet wurde.
Die Fahrleistungen überzeugten mit einer Beschleunigung von etwa 6 Sekunden auf 100 kmh sowie einer – abgeregelten – Höchstgeschwindigkeit von 229 kmh jeden Kritiker.
Das passte im Übrigen sehr gut zum agilen Fahrverhalten, das puristisch mit Go-Kart-ähnlichem Handling aufwartete.
Insgesamt wurden bis zur Produktionseinstellung 2009 aufgrund der Insolvenz des Mutterkonzerns General Motors insgesamt 7..519 Opel GT Roadster gebaut, von denen 4.191 in Deutschland zugelassen wurden.
Der Opel GT Roadster der Bauzeit von 2007 bis 2009 war der letzte von Opel gelieferte, richtige Sportwagen.

Die Heckansicht des Opel GT Roadsters entspricht exakt dem Hinterteil des Saturn Sky von GM aus den USA
Opel-Veteranen hautnah – faszinierende Ansichten klassischer Oldtimer der Adam Opel AG.
Das passende Buch zum Auto – die gute Empfehlung von Edle-Oldtimer.de
Alexander F. Storz
Opel
Nur Fliegen ist schöner

Opel, nur Fliegen ist schöner – Motorbuch-Verlag
ISBN – 978-3-613-03961-2
ca. 256 Seiten, ca. 500 Abbildungen
Format 230 x 265 mm, gebunden
Preis – 29,90 €
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Im Banne der Motoren – lebendige Automobilgeschichte… faszinierend fotografiert!
Tags: opel gt