Hanomag – LKW und Transporter

Die robusten Nutzfahrzeug-Oldtimer aus der Nachkriegszeit von Hanomag aus Hannover.

Hanomag ST 100 und ST 55 – Hanomag L 28 – Hanomag Kurier – Hanomag Matador E – Hanomag-Henschel F-Serie

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Eine Hanomag ST 100 Strassen-Zugmaschine, Baujahr 1947 – PS.Depot LKW + Bus des PS.Speichers Einbeck

Vielseitigkeit war Trumpf und das Grundprinzip des umfangreichen Lieferprogramms von Hanomag in Hannover.

Die Hanomag LKW und Transporter in der noch jungen Bundesrepublik der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit.

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Eine Hanomag ST 100 Strassen-Zugmaschine, Baujahr 1947 – PS.Depot LKW + Bus des PS.Speichers Einbeck

Die ‘Eisen-Giesserey und Maschinenfabrik’ wurde 1835 in Linden vor Hannover vom voraus schauenden Fabrikanten Georg Egestorff gegründet und im Jahre 1904 in den zugkräftigen Namen HANOMAG umbenannt.

Einen ersten Weltruf erlangte das Unternehmen Hanomag durch den Bau von Dampflokomotiven, die bei vielen Eisenbahn-Verwaltungen weltweit zum Einsatz kamen.

Hergestellt wurden aber eben auch Rüstungsgüter, Ackerschlepper, Baumaschinen, Bagger, Personenwagen sowie LKW und Transporter.

So vielseitig wie das Lieferprogramm so wechselhaft war auch die über hundertjährige Geschichte des Unternehmens Hanomag, das nach  dem spektakulären Konkurs 1983 dann endgültig vom Markt verschwand.

Meistens bringt man Hanomag heutzutage aber mit der Produktion von Ackerschleppern in Verbindung, die bis 1971 anhielt.

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Eine Hanomag ST 55 Strassen-Zugmaschine, Baujahr 1948 – – PS.Depot LKW + Bus des PS.Speichers Einbeck

LKW und Transporter Hanomag in Hannover – Vielseitigkeit gehörte schon früh zu Hanomags Grundprinzip.  

Ab 1905 stellte Hanomag neben den mit Dampf betriebenen Maschinen und Lokomotiven auch Lastkraftwagen her.

Dieser Beitrag befasst sich allerdings nur mit den Hanomag LKW und Transportern der noch jungen Bundesrepublik in der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit. Diese robusten Fahrzeuge sind oft noch auf Oldtimer-Treffen oder auch in verschiedenen Automuseen zu entdecken.

Genau dort sind auch unsere Fotos der Hanomag LKW und Transporter entstanden, die das damalige Lieferprogramm aber leider noch nicht voll abbilden.

Hanomag ST 100 und ST 55 – Hanomag L 28 – Hanomag Kurier – Hanomag Matador E – Hanomag Hentschel F-Serie

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Hanomag L 28 – offener Mannschaftswagen mit Vierzylinder-Diesel und  2.799 ccm Hubraum – Baujahre ab 1955

Hanomag ST 100 und Hanomag ST 55 Zugmaschinen der Baujahre 1947 und 1948

Im Strassen-Fernverkehr der 1930er-Jahre gehörten starke Zugmaschinen mit jeweils zwei Anhängern zum ganz normalen Alltags-Bild.

Aus diesem schweren Nutzfahrzeug-Bereich zeigen wir auf unseren ersten Bildern die nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgelegten Hanomag-Modelle mit 100 bzw. 55 PS.

1933 stellte Hanomag mit der SS 55 seine erste Strassen-Zugmaschine vor. Ihre Leistung von 55 PS erbrachte ein Vierzylinder-Vorkammer-Dieselmotor mit 5,2-Litern Hubraum. Unverändert wurde dieses Fahrzeug als ST 55 im Jahre 1948 wieder neu aufgelegt.

Schon ab 1946 wurde die zuvor auch bei der deutschen Wehrmacht eingesetzten noch schwereren Hanomag-LKW SS 100 mit 8,5-Liter Sechszylinder-Diesel als Hanomag ST 100 mit separaten Türen für die Rückbank wieder neu auf den Markt gebracht.

Der im PS.Depot LKW + Bus des PS.Speichers in der niedersächsischen Bierstadt Einbeck von uns aufgenommene Hanomag ST 100 stammt aus dem Jahr 1947. Insgesamt wurden von 1946 bis 1952 immerhin 1.112 Hanomag ST 100 produziert.

Hanomag ST 100 und Hanomag ST 55 Zugmaschinen der Baujahre 1947 und 1948

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Hanomag L 28 – offener Mannschaftswagen mit Vierzylinder-Diesel und  2.799 ccm Hubraum – Baujahre ab 1955

Hanomag Leichtlastwagen und Hanomag-Transporter der Nachkriegszeit, mit dem L 28 ging es 1950 los.

Der Hanomag L 28 erschien im Jahr 1950 als erstes in der Nachkriegszeit konzipiertes Hanomag-Nutzfahrzeug.

Dieser neue Hanomag Leichtlastwagen war als Langhauber mit einer sogenannten, damals hochmodernern ‚Alligator-Front‘ mit integrierten Scheinwerfern konstruiert.

Den Hanomag L 28 gab es zunächst mit einer Nutzlast von anderthalb Tonnen, im Laufe der Zeit erschienen weitere Versionen mit bis zu drei Tonnen Nutzlast. Sein wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Dieselmotor mit 2,8 l Hubraum und zunächst  50 PS Leistung L 28 erhielt 1953 zur Leistungssteigerung ein Roots-Gebläse.

Unsere Aufnahme des Hanomag L 28 als offener Mannschaftswagen wurde mit seinen vorn angeschlagenen Türen offensichtlich erst nach 1954 hergestellt. Seinen Dienst verrichtet dieser perfekt restaurierte Hanomag-Oldtimer heute beim Besucherbergwerk in Barsinghausen am Deister und wurde von uns bei einem Oldtimer-Treffen in Neustadt am Rübenberge fotografiert.

Der ebenfalls weiter oben abgebildete, höher gelegte Hanomag AL 28 mit Allradantrieb kam von 1958 bis 1971 zum Verkauf. Diese äusserst robuste Konstruktion wurde überwiegend an Behörden, den Grenzschutz und an die Bundeswehr sowie an Hilfseinrichtungen geliefert.

Die vielfach geschätzten AL 28 dienten dann später oftmals aberteuerlustigen Weltenbummlern als Offroad-Wohnmobil. Unsere Aufnahme stammt von der Bremen Classic Motorshow.

Hanomag Leichtlastwagen und Hanomag-Transporter der Nachkriegszeit – die markanten Nutzfahrzeuge von Hanomag.

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Hanomag A-L 28 mit Allrad-Antrieb und mit Vierzylinder-Diesel und  2.799 ccm Hubraum – Baujahre 1958 bis 1971

Die erfolgreichen Frontlenker Hanomag Kurier, Garant und Markant – 1958 bis 1967.

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Hanomag Kurier, ein historischer Getränke-Transporter der Baujahre 1958 bis 1967 am Museumshafen in Eckernförde

Der Hanomag Kurier L Pritschenwagen – ein kleiner technischer Steckbrief

  • Baujahre – 1958 bis 1967
  • Wassergekühlter 4-Zylinder Wirbelkammer-Dieselmotor
  • Hubraum – 2.799 ccm
  • Maximalleistung bei Drehzahl – 60 PS bei 3000 1/min
  • Verdichtung – 21 : 1
  • Schaltgetriebe, synchronisiert – 4 Vorwärtsgänge, ein Rückwärtsgang
  • Höchstgeschwindigkeit  – 82 kmh
  • Karosserie – Frontlenker mit Heckantrieb
  • Rahmen – gepresste U-Träger mit Verstärkung
  • Länge 5.850 mm – Breite 2.170 mm – Höhe 2.085 mm
  • Leergewicht – 1.965 kg
  • Radstand 2.850 mm – Spur vorn 1.510, hinten 1444 mm
  • Vorderachse, Einzelradaufhängung/Querlenker, Schraubenfeder – Hinterachse, Starrachse/Längs/Halbelliptik
  • Trommelbremsen vorne und hinten – Öldruck, Hanomag/ATE-Lockheed
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Hanomag Kurier L Pritschenwagen, Baujahr 1960 – 2.799 ccm Diesel-Motor mit indirekter Einspritzung und  50 PS Leistung

Die Rheinstahl-Hanomag Transporter des Typs Matador E der Baujahre 1963 bis 1966.

Der Matador E war ein Transporter mit Nutzlasten von einer Tonne bis zu 1,6 Tonnen der Tempo-Werke Vidal & Sohn in Hamburg-Harburg und wurde von 1963 bis 1966 hergestellt.

Motorisiert war dieser Transporter sowohl mit einem Austin A 60 Benzin-Vierzylindermotor mit 1.622 ccm und 54 PS oder mit einem Hanomag-Diesel-Vierzylinder mit 1.797 ccm und 50 PS.

Ab Frühjahr 1965 ersetzte das Hanomag-Emblem mit dem Rheinstahl-Bogen das bisherige Tempo-Typenschild auf der Motorhaube des Matador E Transporters, der aber weiterhin am selben Standort in Hamburg produziert wurde.

Den hier gezeigten Matador E Kastenwagen fotografierten wir im Weserbergland, wo er bis vor kurzem noch täglich im Einsatz war.

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Rheinstahl-Hanomag Matador E der Baujahre 1965 bis 1967 – entdeckt auf einer Strasse im Landkreis Hameln-Pyrmont

Rheinstahl-Hanomag – eine kleine Nachkriegs-Geschichte der LKW- und Transporter-Produktion.

1952 übernahm der Rheinstahl-Konzern das komplette Unternehmen Hanomag nach wechselvoller Vorkriegs-Geschichte. Im Jahre 1964 wurden die Kasseler Henschel-Werke von Rheinstahl noch hinzu gekauft.

Im Frühjahr 1965 wurde das Tempo-Werk Vidal & Sohn in Hamburg-Harburg nach einer anfänglichen Beteiligung ebenfalls gänzlich von Rheinstahl übernommen und die bisherigen Ein- bis Anderthalb-Tonner Tempo-Modelle entsprechend in Hanomag ‚umgelabelt‘.

1961 erwarben die Hanomag-Henschel-Fahrzeugwerke GmbH das ehemalige Borgward-Werk in Bremen-Sebaldsbrück. in dem fortan ein Großteil der Hanomag-Lkw – die Frontlenker Hanomag Kurier, Garant und Markant parallel zum Hanomag AL-28 – gefertigt wurden.

Die LKW-Sparten beider Unternehmen fusionierten 1969 zur Hanomag-Henschel Fahrzeugwerke GmbH (HHF), die 1971 wiederum von der Daimler-Benz AG übernommen wurden.

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Heckansicht des Rheinstahl-Hanomag Matador E der Baujahre 1965 bis 1967 – entdeckt auf einer Strasse im Landkreis Hameln-Pyrmont

Die Hanomag-Henschel F-Serie… Hanomag-Henschel F 20 T – Hanomag-Henschel F 30 – Hanomag-Henschel F 55

Die Hanomag F-Modelle sind Weiterentwicklungen des Tempo bzw. Hanomag-Henschel Matador E, sie wurden von 1967 bis 1975 in Hamburg-Harburg und auch im ehemaligen Borgward-Werk in Bremen-Sebaldsbrück gefertigt.

Wie sämtliche Leichtlastwagen von Hanomag sowie auch die Transporter von Tempo wurden die LKW der Hanomag-Henschel F-Serie nicht nur mit diversen verschiedenen Aufbauten, sondern auch mit verschiedenen möglichen Nutzlasten angeboten, was sich in den Typen-Bezeichnungen niederschlug.

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Ein Hanomag-Henschel F 20 T des Baujahres 1969 – Vierzylinder-Viertakt-Ottomotor mit 1.622 ccm und 54 PS

Fotos, Fotos, Fotos… hier entstanden die meisten unserer Aufnahmen… im PS.Depot LKW + Bus in Einbeck.

Die Geschichte der individuellen Mobilität wird im Einbecker Fahrzeugmuseum in einem herausragenden Ausstellungs-Konzept anschaulich sichtbar gemacht.

Das in einem gewaltigen früheren Kornspeicher etablierte Museum bietet ergänzend ausgezeichnete Sonder-Ausstellungen sowie eine erstklassige Erlebnis-Gastronomie samt einem benachbarten Hotel. Die vier themenbezogenen PS. Depots in weiteren grossen Hallen innerhalb von Einbeck:

  • PS.Depot Automobil
  • PS.Depot Kleinwagen
  • PS.Depot LKW + Bus
  • PS.Depot Motorrad

ergänzen im Stil von ’normalen‘ Automuseen mittlerweile das breite Angebot des PS.Speichers.

Die PS.Depots machen den Einbecker PS.SPEICHER mit insgesamt 22.000 Quadratmetern Ausstellungs-Fläche und mehr als 2.500 Exponaten zur derzeit grössten frei zugänglichen Oldtimer-Sammlung Europas.

Und in der riesigen Nutzfahrzeug-Halle am südlichen Stadtrand Einbecks entstanden dann auch die meisten unserer Aufnahmen.

Das PS.Depot LKW + Bus in der Otto-Hahn-Str. 3 – 5, 37574  Einbeck – alle nötigen Besucherinfos bietet die Website: ps-speicher.de/lkw-sammlung

PS.Depot LKW + Bus – PS.Depot Motorrad – PS.Depot Automobil – PS.Depot Kleinwagen …Oldtimer wohin man sieht!

‚Räder, die uns bewegen‘ – edle historische Motorräder und Automobile in Einbecks grandiosem PS.Speicher.

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Hanomag-Henschel F 30, Matador E 1,6 to, Baujahr 1968 – Verkaufswagen einer Schlachterei, Museumsdorf Hösseringen in der Lüneburger Heide

Hanomag und weitere Oldtimer-Automobile längst untergegangener deutscher Automarken früherer Epochen!

Hier folgen die Links zu unseren ausführlichen Präsentationen aller von uns bislang aufgespürten Hanomag-PKWs und -Nutzfahrzeuge sowie einer Parade von klassischen Automobilen längst untergegangener deutscher Automobil-Hersteller:

Legendäre deutsche Automobil-Klassiker auf Edle-Oldtimer.de und auf Globetrotter-Fotos.de – Classic Cars & Bikes.

Edle-Oldtimer.de – Prestige, Design & Emotionen, aufregende Oldtimerträume… in Lack und Chrom!

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Hanomag-Henschel F 55 – Feuerwehr-Einsatzfahrzeug, Baujahre 1967 bis 1973

Die Faszination edler Nutzfahrzeug-Oldtimer – erstklassige Reportagen und Fotos… mit jeder Menge Benzin im Blut!

Alte Lastkraftwagen – Omnibusse – Transporter – Kleinbusse – Trucks – Zugmaschinen – Trecker-Oldtimer.

Edle Oldtimer aus dem gesamten Transportwesen… die faszinierenden Foto-Reportagen.

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One Response to Hanomag – LKW und Transporter

  1. Jens sagt:

    Wie schön, dass es Menschen gibt, die alte Lastwagen und Maschinen aufarbeiten. Mein Neffe hat einen Oldtimer gekauft und möchte ihn komplett restaurieren. Auto- und Baumaschinenlackierer ist ein Beruf für sich selbst. Er möchte mehr darüber erfahren, also werde ich diesen Artikel auf jeden Fall an ihn weiterleiten. Vielleicht wird er eines Tages selbst im Bereich der Baumaschinenlackierung arbeiten.

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